Hirse, Amaranth, Quinoa

Die körnigen Alternativen zu den heimischen Getreideklassikern. Keine Frage: Ohne Getreide sähe unser Speisezettel arm aus – und weit weniger gesund

Vielfalt bieten dabei nicht nur die heimischen Klassiker Weizen, Roggen und Hafer, sondern auch Exoten wie Hirse, Quinoa (sprich: Kinwa) oder Amaranth. Unter dem Begriff Hirse tummeln sich zahlreiche Getreidearten. Die bekannteste, die Rispenhirse, stammt aus Asien. Ihre Körner lassen sich wie Reis zubereiten. Daneben bietet der Handel Hirse in allen Variationen, ob als Mehl, Flocken oder Popcorn. Quinoa und Amaranth sind keine „echten“ Getreide, lassen sich aber genauso zubereiten.

Allen drei gemeinsam ist, dass ihnen das für die Teiglockerung wichtige Klebereiweiß Gluten fehlt. Wer sie zum Backen verwendet, sollte daher zwei Teile Weizenmehl zugeben. Das fehlende Gluten macht Hirse, Amaranth und Quinoa zu interessanten Alternativen für Menschen, die an einer Gluten-Unverträglichkeit leiden, der sogenannten Zöliakie. Diese Krankheit ist zwar selten, tritt aber bei Typ-1-Diabetikern gehäuft auf.

Mineralstoff-Lieferanten:

Hirse enthält viel Eisen und Selen. Amaranth ist reich an Vitamin B1, B2 sowie an Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Eisen. Quinoa liefert neben Eiweiß und Eisen auch Zink und Magnesium. In allen dreien stecken wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Weil Quinoa Spuren von bitteren Saponinen enthalten kann, sollten Kleinkinder unter zwei Jahren, deren Verdauungssystem noch nicht ausgereift ist, keine Quinoa-Speisen essen.