Tanzen, insbesondere der Paartanz, erlebt ein echtes Comeback. Nicht nur dank einschlägiger TV-Formate, sondern auch durch die immer beliebter werdenden Veranstaltungen, die zum Tanzen unter freiem Himmel einladen.

„Wenn Musik erklingt, mutiere ich sofort zur Dancing-Queen“, lacht Brigitte. Während sich die 60-Jährige früher auf Open-Air-Festivals austobte, hat sie seit einigen Jahren den Paartanz für sich entdeckt: „Auch in Deutschland werden immer häufiger Events unter freiem Himmel angeboten. Ich gucke ab und zu im Internet nach. Und irgendwas ist immer!“ Sie fügt hinzu: „Am Paartanz gefällt mir besonders, dass ich auf mehrere Sachen gleichzeitig achten muss: Koordination, Rhythmus und Schnelligkeit. Und auf den Partner natürlich auch.“ Sie lacht.

Auch in medizinischer Hinsicht wirkt Tanzen wie ein Wundermittel: Es baut Stress ab, reduziert das Demenzrisiko und verbessert körperliche sowie kognitive Funktionen. Die Vielzahl der Reize bewirkt, dass das Gehirn auf ganz verschiedenen Ebenen stimuliert wird. Die komplizierten Drehungen und Schritte beim Tanzen können sogar dazu führen, dass zusätzliche neuronale Verbindungen entstehen und das Volumen des Gehirns in einigen Bereichen zunimmt. Das gilt auch und insbesondere für ältere Menschen. Eine Studie* aus dem Jahr 2019 führt zudem an, dass Tanzen gerade bei Menschen ab 55 Jahren positive Auswirkungen auf das Gleichgewicht hat und möglicherweise sogar zur Verbesserung des Stoffwechsels beitragen kann.

„Tanzen ist ein echter Jungbrunnen“, resümiert Brigitte. „Und wenn es an der frischen Luft tattfindet, fühle mich noch gesünder. Und glücklicher.“

gesundleben MAGAZIN 03/2020