Intensives Sonnenbaden steht in der Kritik – zu Recht, kann es doch zu Hautveränderungen führen. Aber gleichzeitig brauchen wir die Sonne zum Überleben und für viele wichtige Prozesse im Körper. Unter anderem dienen die UV-B-Strahlen dazu, dass unser Körper Vitamin D bildet. Das ist wichtig für starke, gesunde Knochen.

Die meisten Vitamine, Mineral- und Nährstoffe nehmen wir über eine gesunde Ernährung auf. Viel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, wenig fettarmes Fleisch und ausreichend Flüssigkeit versorgen unseren Körper mit allem, was er braucht. Nur bei einem Vitamin reicht eine gesunde Ernährung oft nicht aus, um unseren Bedarf zu decken: bei Vitamin D. Das liegt auch daran, dass besonders solche Lebensmittel dieses Vitamin enthalten, die bei den meisten Menschen sehr selten auf dem Speiseplan stehen: fetter Seefisch, bestimmte Innereien, Steinpilze und Eier. Aber der Körper kann Vitamin D selbst herstellen, und zwar mit- Hilfe der Sonne über die Haut. 80 bis 90 Prozent des fettlöslichen Vitamins produzieren wir laut Robert Koch-Institut selbst.

Der Weg durch den Körper Wenn UV-B-Strahlung auf die Haut trifft, wird das dort befindliche Cholesterol, ein Bestandteil der Zellmembran, in Provitamin D umgewandelt. Dieses heißt auch „Lichthormon“. Über das Blut gelangt es in die Leber, wo es als Vitamin D3 angelagert wird. Insbesondere bei der Knochenmineralisierung spielt es eine elementare Rolle. Es fördert die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm und hilft dem Köper dabei, diese Stoffe in die Knochen zu schleusen.

Das richtige Maß an Sonnenlicht Die Herausforderung ist nun folgende: Wie können wir über die Sonne ausreichend Vitamin D aufnehmen, ohne unserer Haut zu schaden?

Dos:

  • Füllen Sie den Vitamin-D3-Speicher von März bis Oktober auf.
  • Verweilen Sie im Sommer häufig im Freien, und zwar im Schatten, denn auch dort befinden sich UV-B-Strahlen.
  • Halten Sie zudem dreimal die Woche Arme, Beine und Gesicht ungeschützt in die Sonne.
  • Wichtig ist dabei, die Eigenschutzzeit der Haut zu beachten. Hellhäutige Menschen sollten sich nie länger als zehn Minuten ungeschützt der UV-Strahlung aussetzen. Auf der Website der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (www.dhasonnenschutz.de/sonnenschutz.html) finden Sie heraus, welcher Hauttyp Sie sind. Auch wir in Ihrer Apotheke helfen Ihnen gerne weiter.

Don’ts:

  • Vermeiden Sie lange Sonnenbäder, auch wenn Sie sich gut eingecremt haben.
  • Lassen Sie Ihre Kinder niemals ungeschützt in die Sonne. Deren Haut hat noch keinen Eigenschutz. Eltern von Neugeborenen erhalten bereits im Krankenhaus Vitamin-D Tabletten, die die Kleinen täglich einnehmen müssen. Die Tabletten können ganz einfach in etwas Flüssigkeit auflöst werden.

Unser Tipp Wer es nicht schafft, die Sonne als Vitamin-D-Quelle zu nutzen, kann seinen Körper über Nahrungsergänzungsmittel aus unserer Apotheke damit versorgen. Bei uns erhalten Sie auch die Tabletten für Ihre Kinder. Wir beraten Sie dazu gern.

gesundleben MAGAZIN 04/2020

Was ist eigentlich Blut? Und woraus besteht es? Diesen Fragen sind wir im ersten Teil der Serie „Unser Blut“ nachgegangen (Beitrag vom 4. Mai 2020). Nun setzen wir unsere Wissensreise rund um den Lebenssaft fort und widmen uns den Aufgaben und Funktionen der einzelnen Blutbestandteile. So viel sei vorab schon einmal gesagt: Die Bezeichnung Lebenssaft kommt nicht von ungefähr!

AUFGABE 1: SAUERSTOFF TRANSPORTIEREN Mit Sauerstoff beladen, machen sich die Erythrozyten, also die roten Blutkörperchen, auf den Weg in jeden Winkel unseres Körpers. Ihre Reise starten sie in der Lunge. Unter Druck binden die roten Blutkörperchen dort Sauerstoff an sich. Das geht sehr schnell. Viele Zellen im Körper warten laufend darauf, mit Sauerstoff versorgt zu werden. Daher pumpt das Herz die roten Blutkörperchen im Akkord zu ihren Zielorten. Auf ihrem Rückweg zur Lunge nehmen die Erythrozyten das Abbauprodukt Kohlenstoffdioxid auf, das wir dann über die Atemluft ausscheiden.

AUFGABE 2: KRANKHEITSERREGER ELIMINIEREN Die weißen Blutkörperchen, die sogenannten Leukozyten, schützen unseren Körper vor unerwünschten Eindringlingen. Das Leukozyten-Team setzt sich aus unterschiedlichen Helfern zusammen: den Monozyten und Granulozyten sowie Lymphozyten. Monozyten sind die Vorläufer der als Fresszellen bekannten Makrophagen. Diese nehmen Erreger im Gewebe auf und zerstören sie mittels Enzymen. Granulozyten machen auf diese Weise ebenfalls Eindringlinge unschädlich, jedoch primär im Blut. Lymphozyten produzieren Antikörper und organisieren die Abwehr von Erregern.

AUFGABE 3: BLUTUNGEN STOPPEN Weitere wichtige Bestandteile des Blutes sind Thrombozyten. Sie sind neben den Leukozyten immer dann zur Stelle, wenn wir uns verletzen, denn die Thrombozyten sorgen dafür, dass Blutungen schnell gestoppt werden. Sie setzen sich an die Wunde und verkleben miteinander. Dadurch entsteht eine Art natürliches Pflaster. Zusätzlich haben sie die Fähigkeit, Leukozyten um Hilfe im Kampf gegen Erreger zu rufen. Denn Thrombozyten besitzen Eiweiße, die bestimmte Botenstoffe versenden, auf die die weißen Blutkörperchen reagieren

BLUTPLASMA ALS TRANSPORTMEDIUM Wie Fische das Wasser brauchen, um sich fortzubewegen, benötigen die Blutzellen das Blutplasma, um in alle Bereiche des Körpers zu gelangen. Das Blutplasma ist also quasi ein Transportmedium, das sehr vielseitig einsetzbar ist. Glukose, auch als Traubenzucker bekannt, gelangt beispielsweise darüber zu den Körperzellen, wo sie als Energielieferant zum Einsatz kommt. Aber auch Vitamine, Mineralstoffe und Hormone verteilen sich auf diesem Weg im Körper. Gleichzeitig transportiert das Plasma aber auch Stoffwechselendprodukte wie Kohlenstoffdioxid aus den Zellen zur Lunge – es dient also quasi als Schnellstraße für die Erythrozyten, die das Kohlenstoffdioxid binden. Diesen Weg nutzen übrigens auch die Leukozyten und Thrombozyten.

Nicht zu Letzt trägt das Blutplasma zur Regulierung der Körpertemperatur bei, indem es Wärme aufnimmt oder abgibt.

Wir finden, unser Blut trägt bei den ganzen Aufgaben und Funktionen, denen es Sekunde für Sekunde nachgeht, vollkommen zurecht die Bezeichnung Lebenssaft.

gesundleben MAGAZIN 04/2020

Was haben Heringssalat, Leinsamenbrot und Walnüsse gemeinsam? Natürlich sind das alles leckere Lebensmittel, gleichzeitig sind sie aber auch reich an guten Fetten.

So wirken Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren

Gute Fette, das sind einfach ungesättigte Fettsäuren. Sehr gute Fette, das sind die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Von beiden steckt besonders viel in Fisch, Nüssen und den meisten pflanzlichen Ölen. Die zu den pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren zählende Alpha-Linolensäure – eine dreifach ungesättigte Fettsäure – ist für den Menschen sogar essenziell.

Omega-3-Fettsäuren

Zahlreiche Untersuchungen haben erwiesen, dass Omega-3-Fettsäuren für die Senkung der Blutfettwerte mitverantwortlich sind und Einfluss auf die Gerinnungsfähigkeit des Blutes haben. Darüber hinaus spielen Omega-3-Fettsäuren auch eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr: Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wandelt der Körper nach der  Aufnahme teilweise in Oxylipine um. Als starke Botenstoffe sind diese oxidierten Fettsäuren wichtig für die chemische Kommunikation in und auch zwischen den Zellen. Oxylipine aus Omega-3-Fettsäuren wirken dadurch auf vielfältige Weise, wie zum Beispiel mit der Hemmung von Entzündungen. Wuppertaler Wissenschaftler* gingen 2019 der Frage des Dosis-Wirkung-Zusammenhangs nach: Wie wirkt sich die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren auf die Konzentration von Oxylipinen im Blut aus? In einem Versuch verzehrten Probandengruppen ein Jahr lang jeweils eine, zwei und vier Portionen Fisch pro Woche. Das Ergebnis: Je mehr Fisch ein Mensch zu sich nimmt, desto mehr Oxylipine bildet der Körper. Das heißt, dass alles, was ein Mensch aufnimmt, im Körper auch verarbeitet wird.

Omega-6-Fettsäuren

Anders als bei den mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren verhält es sich mit mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren, zu denen auch die Alpha-Linolensäure gehört. Aus ihnen bilden sich hormon ähnliche Substanzen, die Entzündungen fördern können. Dennoch benötigt der Körper die mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren beispielsweise für das Abwehrsystem, allerdings nur in Maßen. „Viel hilft viel“ gilt für die ungesättigten Omega-6-Fettsäuren, im Gegensatz zu den mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, also nicht.

Hier stecken Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren drin

Da der menschliche Körper mehrfach ungesättigte Fettsäuren nicht selbst herstellen kann, ist er auf die Zufuhr über die Ernährung angewiesen. Dabei sollte allerdings auf das richtige Verhältnis beachtet werden: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, höchstens fünfmal so viel Omega-6- wie Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen. Das heißt: Fette Speisefische wie Lachs, Hering oder Makrele mit hohem Omega-3-Gehalt sollten öfter auf dem Speiseplan stehen als Muskelfleisch und Innereien vom Schwein, Rind, Wild oder Geflügel, die reich an Omega-6 sind.

Beide Fettsäuren sind ebenfalls in vielen pflanzlichen Ölen enthalten. Für Salate und kalte Speisen bieten sich deshalb kalt gepresste Öle an. Während die am häufigsten verwendeten Raps- und Sojaöle etwa 7 bis 10 % der essenziellen Alpha-Linolensäure enthalten, zeichnet sich Leinöl mit bis zu 60 % als eine der besten Nahrungsquellen dafür aus. Auch Walnuss- oder Hanföl sind wertvolle Lieferanten, ebenso Leinsamen und Walnüsse als Ganzes. Einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren haben Haselnüsse vorzuweisen – diese wirken sich günstig auf den Cholesterin-Spiegel aus.

*Ostermann A., et al.: Plasma oxylipins respond in a linear dose-response manner with increased intake of EPA and DHA: results from a randomized controlled trial in healthy humans. The American Journal of Clinical Nutrition, nqz016, 21 April 2019
gesundleben MAGAZIN 03/2020

Atemnot und Husten, das sind Hauptsymptome der Lungenkrankheiten Asthma und COPD*. Bei der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung COPD kommt zudem noch schleimiger Auswurf hinzu. Die ähnlichen Symptome sind ein Grund, warum diese unterschiedlichen Erkrankungen so schwer voneinander abzugrenzen sind. Erschwerend ist zudem, dass eine Mischformbeider Krankheiten existiert, das Asthma-COPD Overlap Syndrom – kurz ACOS. * Die Abkürzung steht für „chronic obstructive pulmonary disease“

ASTHMA

Die chronische Erkrankung der Lunge kann genetisch bedingt sein. Neben den Erbfaktoren können vor allem Infektionen und chronische Entzündungen der Atemwege eine Rolle spielen. Bei Asthmatikern sind die Atemwege ständig in Alarmbereitschaft: Auf eigentlich harmlose Reize reagieren die Luftwege mit Entzündungen, schwellen an und verengen sich dadurch.

Als typische Symptome können u.a. Husten, anfallsartige Atemnot – vor allem nachts oder in den frühen Morgenstunden –,  Kurzatmigkeit, Atemgeräusche und Engegefühl in der Brust auftreten. Noch immer ist ungeklärt, wieso die Atemwege von Asthmatikern empfindlicher reagieren als die von anderen Menschen.

Beobachtungsstudien haben aber gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Asthma und bestimmten Risikofaktoren gibt. Allergisches Asthma ist die häufigste Form von bronchialem Asthma, von dem vor allem Kinder und Jugendliche betroffen sind. Risikofaktoren können hierbei Pollen, Staub, Sporen oder Nahrungsmittel sein. Bei nicht allergischem Asthma gelten Anstrengung, Kälte, Tabakrauch, Stress oder auch manche Medikamente als Risikofaktoren.

COPD

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung kann u.a. durch das häufige Einatmen von Schadstoffen hervorgerufen werden. Dazu gehört auch das langjährige Inhalieren von Zigarettenrauch.

Sie tritt meist erst im fortgeschrittenen Lebensalter oder bei bestimmten Berufsgruppen, die einer starken Staub- oder Dampfbelastung ausgesetzt sind, auf. Ähnlich wie beim Asthma kommt es bei der COPD zu Veränderungen der Atemwege, dies kann auch bei vielen Patienten zu gefährlichen chronischen Entzündungen der Atemwege führen.

Diese Entzündungen führen zu Verengung der Bronchien und vermehrter Schleimproduktion. Dadurch wird nicht mehr genügend Luft ein- und ausgeatmet, es bleibt zu viel Luft in den Lungenbläschen zurück und es kommt zu einer Überblähung der Lunge. Diese Veränderung wird als Lungenemphysem bezeichnet.

Anfangs treten Beschwerden nur bei körperlicher Belastung auf, etwa beim Treppensteigen. Im weiteren Verlauf zeigen sich Atemnot, Husten, gefolgt von zähem Auswurf. Später kann Kurzatmigkeit auch im Ruhezustand hinzukommen. Die Krankheit ist nicht heilbar und kann tödlich enden.

ACOS

Beim Asthma-COPD Overlap Syndrom lassen sich Beschwerden sowohl dem Krankheitsbild COPD als auch dem des Asthmas zuordnen. Allerdings haben alle Formen des ACOS eines gemeinsam: Betroffene Patienten leiden unter einer andauernden Verengung der Atemwege, die sich auch durch die Einnahme von Medikamenten nicht mehr vollständig zurückbildet. ACOS entsteht vor allem bei Asthma-Patienten, die rauchen oder viele Jahre geraucht haben. Aber auch bei Personen, die seit ihrer Kindheit unter Atemwegsallergien, wie zum Beispiel Heuschnupfen, leiden und zusätzlich einer Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz ausgesetzt sind.

gesundleben MAGAZIN 03/2020

Blut macht etwa 8 % unseres Körpergewichts aus. Bei einem Erwachsenen sind das etwa fünf bis sechs Liter. Blut ist per Definition ein Körperorgan und es hat eine Vielzahl an Aufgaben zu erledigen. Außerdem liefert es uns Informationen über unseren Gesundheits zustand. Was es damit genau auf ich hat, erfahren Sie in den weiteren Teilen unserer Serie rund ums Blut. Im ersten Teil geben wir Antworten auf die Fragen: Was ist eigentlich Blut? Und woraus besteht es?

GEBEN DEM BLUT DIE FARBE: ERYTHROZYTEN

Blut wird auch als „flüssiges Gewebe“ bezeichnet. Aus gutem Grund: Jeder Liter Blut enthält Billionen fester Teilchen – die Blutzellen. Diese schwimmen im flüssigen Blutplasma. Den größten Anteil der Blutzellen bilden die roten Blutkörperchen, die sogenannten Erythrozyten. Etwa vier bis sechs Billionen davon befinden sich pro Liter im Blut eines erwachsenen Menschen. Sie sind sehr klein, nur 0,007 Millimeter groß. Erst unter dem Lichtmikroskop erkennt man ihre charakteristische Form: runde Scheiben, die in der Mitte leicht eingedellt sind und keinen Zellkern besitzen. Ihre rote Farbe verdanken die Erythrozyten den Eisenionen, die im Eiweiß Hämoglobin enthalten sind. Mit deren Hilfe binden sie den lebensnotwendigen Sauerstoff und transportieren ihn von der Lunge durch den ganzen Körper.

KÖNNEN SICH RAPIDE VERMEHREN: LEUKOZYTEN

Im Gegensatz zu den Erythrozyten haben die Leukozyten, auch weiße Blutkörperchen genannt, einen Zellkern und können sich selbstständig fortbewegen. Auch sie entstehen wie die roten Blutkörperchen im Knochenmark: Täglich werden so 150 Milliarden weiße und 200 Milliarden rote Blutkörperchen aus Stammzellen gebildet. Leukozyten kommen mit 5 bis 10 Milliarden Zellen pro Liter Blut in verhältnismäßig geringer Zahl vor. Steigt ihre Anzahl signifikant an, kann das ein Anzeichen für eine Infektion sein. Bei den Leukozyten unterscheidet man Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Granulozyten werden aktiv, wenn Fremdkörper eine Infektion im Körper auslösen. Monozyten sind „Fresszellen“, die Eindringlinge wie zum Beispiel Bakterien in sich aufnehmen, verdauen und auf diese Weise eliminieren. Lymphozyten sind für die gezielte Abwehr von Krankheitserregern zuständig. Einige von ihnen werden zu „Gedächtniszellen“, die noch nach vielen Jahren bei einer erneuten Infektion mit demselben Erreger rasch wieder eine Abwehrreaktion auslösen können.

STOPPEN BLUTUNGEN: THROMBOZYTEN

Blutplättchen, werden im Knochenmark aus sogenannten Riesenzellen, Megakaryozyten, gebildet. Sind sie ausgereift, gelangen sie in den Blutkreislauf. Die Lebensdauer der Thrombozyten liegt zwischen fünf und zwölf Tagen. Sie sind die kleinsten Blutkörperchen mit etwa 0,002 mm Durchmesser und kommen in einem Liter Blut 150 bis 400 Milliarden Mal vor. Thrombozyten spielen eine sehr wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, indem sie sich bei der Verletzung eines Blutgefäßes an das umliegende Gewebe anheften, sodass die Wunde verschlossen wird

DER GROSSE TRANSPORTEUR: PLASMA

Menschliches Blut besteht zu über 55 % aus Blutplasma. Plasma ist der flüssige und zellfreie Anteil des Blutes, der auch noch die Gerinnungsfaktoren enthält. Es dient als Transportmedium für Glukose, Lipide, Hormone, Stoffwechselprodukte, Kohlenstoffdioxid und auch Sauerstoff. Der Anteil von Blutplasma am Körpergewicht beträgt ungefähr fünf Prozent.

gesundleben MAGAZIN 03/2020