Selbstuntersuchung kann helfen, Erkrankung frühzeitig zu erkennen.

Brustkrebs ist die meist verbreitete Krebsform bei Frauen. Rund 2,1 Millionen erkranken jedes Jahr daran. Die Selbstuntersuchung kann deshalb ergänzend zum Frauenarztbesuch viel zur Früherkennung von Brustkrebs beitragen. Durch sie lassen sich Knoten in der Brust ertasten und auch andere potenzielle Hinweise auf einen Tumor erkennen, z. B. ein neu aufgetretener Größenunterschied zwischen der rechten und linken Brust, eine Schwellung oder Vergröberung an einer Hautstelle der Brust oder andere Veränderungen (siehe Kästchen weiter unten im Blog). Viele Brustkrebs-Patientinnen haben auf diese Weise den bösartigen Tumor selbst entdeckt. Zum Glück: Denn mit dem frühzeitigen Erkennen steigen die Heilungschancen. Zu sehr beunruhigen sollte man sich aber nicht: Nicht jede Abweichung deutet auf einen Tumor, denn jeder Monatszyklus kann das Brustgewebe verändern. So können z. B. Verhärtungen entweder von selbst wieder verschwinden oder gutartig sein. Sollten Sie unsicher sein, befragen Sie Ihren Gynäkologen.

Brust abtasten – so geht´s

Das regelmäßige Untersuchen der Brust hilft Ihnen zu einem besseren Gespür für Veränderungen des eigenen Körpers. Deshalb sollten Sie am besten einmal im Monat Ihre Brust abtasten.

Der optimale Zeitpunkt bei Frauen vor den Wechseljahren ist zwischen dem siebten und zehnten Tag nach Beginn der Regelblutung, denn die Brust ist dann besonders weich. Sollten Sie keine Periode mehr haben, wählen Sie einen festen Tag im Monat aus. Idealerweise führen Sie die Untersuchung sowohl im Stehen als auch im Liegen aus.

Falls Sie an Ihren Brüsten oder Brustwarzen oben genannte Veränderungen wahrnehmen, dann berichten Sie bitte Ihrem Arzt davon.

gesundleben MAGAZIN 02/2019

Die neue Volkskrankheit – wenn Zähne einfach wegbröckeln

Vor 20 Jahren kannte sie noch fast niemand, heute leiden immer mehr Kinder unter Kreidezähnen. Das sind poröse Zähne, bei denen sich der Zahnschmelz nicht richtig ausgebildet hat. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde warnt vor einer neuen Volkskrankheit.

Die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – kurz MIH – betrifft laut aktuellen Untersuchungen etwa 10 bis 15 Prozent aller Kinder in Deutschland. Bei den Zwölfjährigen sind sogar mehr als 30 Prozent von dieser Störung im Zahnschmelz betroffen. Der Deutschen Mundgesundheitsstudie zufolge stellt MIH deshalb mittlerweile ein größeres Problem als Karies dar.

Ursache noch unbekannt

Die genaue Ursache gilt wissenschaftlich weiterhin als ungeklärt; man geht davon aus, dass es sich wahrscheinlich um ein Zusammenspiel mehrerer Auslöser handelt. Jüngste Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Weichmacher Bisphenol A in Kunststoffen bei der Entstehung eine Rolle spielen könnte. Weitere Ursachen könnten Infektionskrankheiten, Antibiotika, Windpocken, Einflüsse durch Umweltgifte wie Dioxin, Probleme während der Schwangerschaft oder Erkrankungen der oberen Atemwege sein.

Das erste Lebensjahr ist entscheidend

Bei MIH sind Schneide- oder Milchzähne seltener betroffen. Am häufigsten zeigt sie sich an den Backenzähnen, deren Entwicklung zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr erfolgt. Dabei werden Kalzium und Phosphat eingelagert, die den Zahnschmelz aushärten. Bei Kreidezähnen ist der Prozess gestört, sodass der Zahnschmelz weich bleibt. Im schlimmsten Fall sind die Zähne so porös, dass ein Teil bereits beim Durchdringen des Kiefers abbricht. Das erste Lebensjahr scheint demnach für die Fehlbildung entscheidend zu sein. Anschließend scheinen mehrere Faktoren zusammenkommen zu müssen, damit MIH entsteht.

Fluor kann Symptome lindern

Eine wirksame Prävention gegen Kreidezähne ist aufgrund der fehlenden Ursachenlage derzeit noch nicht möglich. Umso wichtiger ist Experten zufolge die Prophylaxe, weil MIH-Zähne besonders kariesanfällig sind. Sie raten daher vor allem zu Fluorid – in Form von Zahnpasta, angereichertem Speisesalz, speziellem Lack oder Mundspülungen. Aber vor allem zur gründlichen Reinigung der Zähne, um den nahezu unvermeidlichen Kariesbefall möglichst lange hinauszuzögern. Sollten Sie Symptome bei Ihnen oder Ihren Kindern feststellen, so lassen Sie sich dazu von Ihrem Zahnarzt beraten.

Jeder dritte der Zwölfjährigen hat schon Kreidezähne

Geschulter Blick in den Mund genügt

Obwohl die Zahl der Betroffenen stetig  wächst, wissen Mediziner bislang nur wenig über die noch sehr junge Krankheit. Wissenschaftlich beschrieben wurde sie erstmals 1987, eine einheitliche Bezeichnung trägt sie erst seit 2001. Umso leichter lässt sie sich diagnostizieren: Kreidezähne haben weiß-gelbliche oder gelb-braune Verfärbungen an den Kauflächen oder Zahnhöckern. Je dunkler die Farbe, umso poröser ist der Zahnschmelz, der in der Regel nur etwa ein Zehntel der Härte eines gesunden Schmelzes hat. An der rauen Oberfläche setzt sich leicht ein Biofilm fest, deshalb sind Kreidezähne besonders anfällig für Karies, äußerst schmerzempfindlich und reagieren sehr sensibel auf Hitze, Kälte und Zähneputzen.

gesundleben MAGAZIN 02/2019

Den Frühjahrsputz erledigen, die Nachbarskatze streicheln, abends gemütlich ein paar Erdnüsse knabbern: Was für den Großteil der Deutschen eine Selbstverständlichkeit ist, kann für Allergiker zum Problem werden. Mittlerweile ist jeder Dritte im Laufe seines Lebens von einer Allergie betroffen.

DIE 10 HÄUFIGSTEN ALLERGIEN 

  • Heuschnupfen
  • Hausstauballergie
  • Tierhaarallergie
  • Nahrungsmittelallergie
  • Medikamentenallergie
  • Kosmetikallergie
  • Metallallergie
  • Insektenstichallergie
  • Chemikalienallergie
  • Sonnenallergie

Während sich ein Großteil der Deutschen über die erwachende Natur freut, kribbelt es bei Pollenallergikern weniger im Bauch als vielmehr in der Nase. Rund 16 Prozent leiden unter der Allergie – und somit unter Augentränen, Schnupfen oder Asthma. Ausgelöst wird Heuschnupfen durch den Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Getreide und Kräutern. Wer unter dieser Allergie leidet, blickt dem Frühling deshalb oft wenig entspannt entgegen.

WISSEN, WAS IN DER LUFT LIEGT

Dank modernen Kombinationstherapien können Pollenallergiker mittlerweile ein weitgehend unbeschwertes Leben führen. Dennoch sollten sie den Kontakt mit Blütenstaub auf ein Minimum reduzieren. Pollenflugkalender sind als hilfreich bekannt, wenn es darum geht, welche Pflanzen zu welcher Zeit blühen. Sicherer ist es allerdings, sich an den aktuellsten Pollenflugvorhersagen zu orientieren. Als „Luftdatenservice“ per Mail zugesendet oder auf speziellen Apps abgerufen, wissen Allergiker schnell, was in der Luft liegt.

ÜBERREAKTION – WENN DAS IMMUNSYSTEM REBELLIERT

Immer mehr Menschen leiden an Allergien. Die genauen Ursachen für die Entstehung der Abwehrreaktionen des Immunsystems gegen eigentlich harmlose Stoffe wie Hausstaub, Pollen, Tierhaare oder Nahrungsmittel sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Ob man eine Allergie bekommt oder nicht, hängt von verschiedenen Einflüssen ab, die alle zusammenwirken. Zum einen kann sich eine Allergie durch genetische Veranlagung entwickeln. Zum anderen können auch Umweltfaktoren oder Lebensumstände eine permanente Überforderung des Immunsystems beeinflussen und Allergien auslösen:

ZU DEN VERDÄCHTIGEN EINFLÜSSEN UND DISKUTIERTEN RISIKOFAKTOREN GEHÖREN:

  1. Übertriebene Hygiene: Das Immunsystem ist unterfordert und lernt nicht, ungefährliche Einflüsse zu tolerieren
  2. Schadstoffe wie Zigarettenrauch, Abgase,
  3. Luftverschmutzungen, Chemikalien etc.
  4. Veränderte Lebensgewohnheiten (z. B. Stress, Ernährung, berufliche Belastungen)
  5. Veränderungen der nützlichen Bakterienflora im Darm und auf der Haut
  6. Medikamente und Impfungen
  7. Psychische Belastungen

KANN EINE ALLERGIE OHNE THERAPIE WIEDER VERSCHWINDEN?

Viele Allergien lassen im Laufe des Lebens nach. Bei Kindern mit Lebensmittel-Allergie können diese schon vor Schuleintritt wieder verschwunden sein. Auch körperliche Veränderungen wie Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause können das Immunsystem umpolen und eine vorhandene Sensibilität entkräften. Ebenso werden allergische Beschwerden bei vielen Betroffenen im fortschreitenden Alter geringer und können sogar ganz verschwinden. Ob und wie Allergien sich im Laufe eines Lebens verändern, kann jedoch leider nicht vorhergesagt werden.

WEITERFÜHRENDE INFOS FINDEN SIE ZUM BEISPIEL UNTER:

gesundleben MAGAZIN 02/2019

Diabetes ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindesalter. In 95 % aller Fälle handelt es sich dabei um einen Typ-1-Diabetes. Aber auch Fälle von Typ-2-Diabetes sind mittlerweile bei Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit mehr. Eltern sind oft entsetzt, wenn sie erfahren, dass ihr Kind an sogenannter Altersdiabetes leidet. Diese Diagnose wird mittlerweile häufiger gestellt, da es immer mehr übergewichtige Kinder gibt: Etwa 200 Kinder und Jugendliche in Deutschland im Alter von 12–19 Jahren erkranken jährlich an Typ-2-Diabetes.

Die meisten Kinder erkranken in der Pubertät. Anfangs fällt Diabetes Typ 2 bei Kindern kaum auf, da der Stoffwechsel schleichend aus dem Gleichgewicht gerät und ein erkranktes Kind oftmals keine Beschwerden hat. Bis die Eltern erste Symptome bemerken, können die Blutzuckerwerte schon um das Drei- bis Vierfache erhöht sein: Das Kind hat ständig großen Durst und muss häufig auf die Toilette. Erkrankte Kinder haben auch oft einen zu hohen Blutdruck und extrem erhöhte Blutfettwerte. Entdeckt wird ein Diabetes Typ 2 meistens zufällig, z.B. bei einer Untersuchung wegen des Übergewichts beim Hausarzt.

Die effektivste Therapie heißt in diesem Moment: Abnehmen! Denn dann reagieren die Körperzellen wieder empfindlicher auf das Insulin und die Zellen erhalten wieder mehr Zucker.

Tipps für Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 2

Viel bewegen! Eltern tun ihren Kindern keinen Gefallen, wenn sie den Nachwuchs überall hinfahren. Statt mit dem Bus zur Schule zu fahren, könnten Kinder ihr Fahrrad benutzen. Besuche bei Freunden können auch zu Fuß getätigt werden.

Durch viel Bewegung kann der Blutzuckerspiegel so normalisiert werden, dass ein Kind weniger bis gar keine Medikamente mehr braucht. Bei der Wahl der Sportart gibt es keine Grenzen – Hauptsache, das Kind bewegt sich regelmäßig.

Feste Rituale bei den Mahlzeiten! Vor dem Fernseher zu essen ist für adipöse Kinder besonders ungünstig. Die Ablenkung durch das Programm verleitet dazu, mehr zu essen als nötig. Wichtig sind gemeinsame Mahlzeiten mit der ganzen Familie zu festen Zeiten.

Selber ein Vorbild sein! Kinder ahmen oft das Verhalten der Erwachsenen nach. Gerade als wichtigste Bezugsperson sollten Sie Ihren Kindern deshalb gute Gewohnheiten vorleben.

Mit Diabetes durch die Pubertät

Die Hormone fahren Achterbahn, die Stimmungen schwanken, der Körper verändert sich und die Beziehung zu den Eltern ist schwierig: Teenager haben es nicht leicht, wenn turbulente Veränderungen im Hormonhaushalt beginnen und sich Sexual und Wachstumshormone auf Stimmung und Stoffwechsel auswirken. Bei Jugendlichen mit Diabetes haben Ärger und Stress häufig direkten Einfluss auf die Blutzuckerwerte, zudem vermindern Sexualhormone die Insulinwirkung, während die Wachstumshormone den Insulinbedarf erhöhen.

Diabetes und Pubertät ist für viele Familien eine Herausforderung, aber keinesfalls brisant, denn letztlich kommt der Großteil aller Jugendlichen (mit oder ohne Diabetes) gut durch die Pubertät. Schwierig wird es, wenn die jungen Erwachsenen keine Lust mehr haben, sich um ihren Diabetes zu kümmern. Schwankende Blutzuckerwerte, fehlende Motivation und schwindende Therapieeinsicht können zu einem ernsthaften Problem werden.

So motivieren Sie den pubertierenden Nachwuchs:

Gute Freunde ins Boot holen. Die Chancen, gehört und ernst genommen zu werden, stehen für die Clique einfach besser.

Zuckerbrot statt Peitsche. Auch wenn Teenager nicht den Eindruck machen: Die Anerkennung der Eltern ist ihnen wichtig. Lob und Belohnungen können wahre Wunder bewirken.

App dafür! In der Regel sind Teenager mit ihrem Handy verwachsen. Probieren Sie es also mal mit einer nützlichen App.

Einfach gemeinsam. Versuchen Sie, dem Jugendlichen Kontakt zu Gleichaltrigen mit Diabetes zu ermöglichen. Gemeinsam fällt es oft leichter, sich mit dem Diabetes auseinanderzusetzen.

Warum Magnesium bei Diabetes so wichtig ist

Nicht nur eine unausgewogene Ernährung, Übergewicht oder zu wenig Bewegung können die Stoffwechselkrankheit verursachen – auch ein Magnesiummangel kann dazu beitragen! Denn der Mineralstoff hilft, den Blutzucker in die Zellen zu schleusen.

Besonders Kinder und Jugendliche sind oft stark unterversorgt. Erste Anzeichen für einen Magnesiummangel sind Muskelzuckungen wie Lidflattern oder Migräne. Sind sie bereits mit Diabetes Typ 2 erkrankt, ist eine ausreichende Magnesiumversorgung doppelt wichtig: Weil es die Wirkung von Insulin fördert, trägt Magnesium zu einer Verbesserung des Blutzuckers bei.

Gerade Jugendliche verzichten auf Lebensmittel, die viel Magnesium enthalten. Zu den besten Magnesiumlieferanten gehören:

Gemüse und Hülsenfrüchte: Grünes Gemüse, wie z. B. Spinat, enthält reichlich Magnesium. Hülsenfrüchte, wie Erdnüsse oder Bohnen, sind ebenso magnesiumreich. Werden diese Lebensmittel in den täglichen Speiseplan integriert, kann das Risiko verringert werden, an Diabetes zu erkranken.

Obst: Bananen enthalten viel Magnesium, sind aber wegen ihres hohen glykämischen Indexes bei Diabetes nicht ratsam. Besser sind Beeren, wie z. B. Heidel- oder Stachelbeeren. ACHTUNG! Bei Smoothies & Co.: Die meisten Sorten liefern zwar Magnesium, sind aber extrem zuckerreich.

Vollkornprodukte: Besonders gut sind Produkte aus Vollkorn, wie z. B. Vollkornbrot oder -nudeln. Wer morgends zu Haferflocken greift, ermöglicht dem Körper mit viel Magnesium und Ballaststoffen einen gesunden Start in den Tag.

gesundleben MAGAZIN 01/2019

Darmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Jährlich wird bei ca. 69.000 Menschen diese Diagnose gestellt. Tückisch dabei: Der Tumor wächst lange unbemerkt. Beschwerden treten erst in späten Stadien auf und dann sind die Heilungschancen eher gering. Die gute Nachricht: Wird Darmkrebs in einem frühen Stadium erkannt, kann man mit sehr guten Heilungschancen rechnen. Deshalb ist eine regelmäßige Darmkrebsvorsorge für die Früherkennung auch entscheidend.

Für Menschen, die weder eine familiäre Belastung noch ein erhöhtes Risiko aufgrund einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung haben, wird eine Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren empfohlen, da ab diesem Alter das Risiko für Darmkrebs ansteigt. Liegt eine familiäre Belastung vor, sollte mit der Vorsorge früher begonnen werden, etwa zehn Jahre vor dem Erkrankungsalter des Verwandten. Junge Menschen aus Familien mit Verdacht auf familiär gehäuften Darmkrebs sollten sogar bereits ab einem Alter von 25 Jahren zur ersten Vorsorgeuntersuchung gehen.

Die Chancen, durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen einer Darmkrebserkrankung vorzubeugen, stehen extrem gut. Es gibt verschiedene Verfahren, mit denen gutartige Vorstufen entdeckt und sicher entfernt werden können – lange bevor sich ein Tumor entwickelt. Der Darmkrebsfrüherkennung stehen verschiedene Untersuchungsverfahren zur Verfügung, die auch miteinander kombiniert werden können.

Untersuchungsverfahren

1. Austastung des Mastdarms

Eine einfache Methode, die der Hausarzt durchführen kann. Der Bereich des Mastdarms wird mit dem Finger abgetastet. Etwa die Hälfte der Tumoren im Mastdarm wird so entdeckt.

2. Okkultbluttest bzw. Hämocculttest

Mit dem Test lässt sich verborgenes, mit dem bloßen Auge nicht sichtbares Blut im Stuhl aufspüren. Solche Blutspuren können von Darmtumoren oder Darmpolypen aus dem Darminneren stammen. Dieser Test sollte einmal jährlich durchgeführt werden. Schlägt der Test positiv an, muss der Befund durch eine Darmspiegelung abgeklärt werden.

3. Darmspiegelung (Koloskopie)

Die zurzeit effektivste Methode zur Früherkennung. Mit der Vorsorgedarmspiegelung lässt sich Darmkrebs zu nahezu 100 % verhindern. Bei der Darmspiegelung führt der Arzt ein Endoskop durch den After in den Darm ein. An der Spitze des Gerätes ist eine Minikamera montiert, mit deren Hilfe das Innere des Darms genau inspiziert werden kann.

4. Virtuelle Koloskopie (CT-Kolonographie)

Hier wird eine „Darmspiegelung von außen“ vorgenommen. Mit der Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) werden Schichtaufnahmen vom Bauchraum erstellt, die mit Hilfe eines 3D-Computerprogrammes in ein räumliches Bild umgewandelt werden. Am Bildschirm kann der Arzt den Darm nach verdächtigen Bezirken absuchen.

5. Bluttest

Der Test weist spezifisch verändertes genetisches Material nach, das von Darmtumoren bereits in einem frühen Stadium ins Blut abgegeben wird. Er ist eine neue Alternative zu den bislang üblichen Tests auf verstecktes Blut im Stuhl.

6. Kapselendoskopie

Seit 2008 ist die Methode, bei der eine Kapsel mit eingebauter Kamera geschluckt wird, auch in Deutschland zugelassen. Auf ihrem Weg durch den Magen-Darm-Trakt macht sie alle zwei Sekunden eine Aufnahme, die später als Film angeschaut werden kann.

Was kann ich selber tun?

  • Regelmäßig zur Darmkrebsvorsorge
  • Gepökelte und geräucherte Wurst- und Fleischwaren in Maßen genießen, da diese Schadstoffe enthalten können, die beim Räuchern und Grillen entstehen
  • Sprot treiben Wenig rotes Fleisch, fette und kohlenhydratreiche Speisen essen
  • Ballaststoffreiche Nahrung bevorzugen
  • Nikotin und Alkohol meiden
  • Früherkennung durch Selbsttest – bequem für zu Hause. Wir beraten Sie dazu gerne in unserer Apotheke
gesundleben MAGAZIN 01/2019