Vitalstoffe und Eiweiße sind der Treibstoff, mit dem unser Immunsystem am Laufen gehalten wird. Sind diese in nicht ausreichender Menge vorhanden, sind wir anfälliger für Infekte. Ein guter Grund, bei der Ernährung verstärkt zu Obst und Gemüse zu greifen.

ÄPFEL Das beliebteste Obst der Deutschen steckt voller Nährstoffe, darunter wichtige Mineralien, Spurenelemente, Vitamin C und Provitamin A. Aber auch spezielle Pflanzenstoffe wie Quercetin oder Flavonoide sind darin enthalten, welche die Darmgesundheit positiv beeinflussen können. Auch der unverdauliche Ballaststoff Pektin ist im Apfel enthalten: Er besitzt die Fähigkeit, im Körper  Schadstoffe zu binden und so die Funktion der Leber zu unterstützen.

ZITRUSFRÜCHTE Orangen, Zitronen, Grapefruits und Mandarinen gelten als Vitalstoffe für das Immunsystem. Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt stärkt die Abwehrkräfte. Vitamin C kann im Körper sogenannte freie Radikale abfangen und so für einen besseren Zellschutz sorgen. Bereits eine Grapefruit oder zwei Orangen reichen aus, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken.

BANANEN Sie verfügen über besonders viel Vitamin B6, welches maßgeblich an der  Hämoglobinsynthese im Blut beteiligt ist. Auch enthalten sie Proteaseinhibitoren. Diese können die Verbreitung bestimmter Bakterien im Magen hemmen, die als häufige Ursache von  agengeschwüren gelten.

KAROTTEN Sie eignen sich hervorragend für die Versorgung mit Vitamin A, das für viele Körperfunktionen wichtig ist, darunter auch maßgeblich das Sehen. Durch die positive Wirkung auf die Funktionstüchtigkeit von Schleimhäuten stärkt Vitamin A zusätzlich auch unsere Abwehrkräfte.

ZWIEBELN Aufgrund des hohen Polyphenolgehaltes haben Zwiebeln eine antioxidative Wirkung. Damit wird unser Immunsystem bei der Bekämpfung von freienRadikalen unterstützt. Polyphenole wirken zudem entzündungshemmend und können auch zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

KNOBLAUCH Die Wunderknolle ist ein vielseitiges Gesundheitstalent, sie enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, unter anderem die Vitamine A, B und C sowie Kalium und Selen. Auch eine Reihe wichtiger sekundärer Pflanzenstoffe steckt im Knoblauch sowie der antibakterielle Wirkstoff Allizin, der gegen Viren und Krankheitserreger wirksam sein kann.

Unser Tipp: Obst und Gemüse sollten möglichst roh gegessen werden, denn Folsäure und Vitamin C sind sehr hitzeempfindlich. Kochen schadet den Vitalstoffen und reduziert den Vitamingehalt der Nahrungsmittel deutlich.

gesundleben MAGAZIN 05/2019

Heiserkeit, Husten, Verstopfung, depressive Verstimmungen – es gibt viele unangenehme Symptome, die sich mit Tee aus der Apotheke auf natürliche Weise lindern lassen.

Heilkräuter und pflanzliche Wirkstoffe können bei einer Vielzahl von Krankheiten und Symptomen helfen. Hierbei spielen Kräutertees und Teemischungen aus der Apotheke eine wichtige Rolle. Diese gelten übrigens als Arzneimittel, weshalb hier strengere Anforderungen als für Kräutertees aus dem Supermarkt gültig sind: So muss ein bestimmter Wirkstoffgehalt nachgewiesen werden und die Angaben zur Zubereitung, Dosierung und Anwendungsdauer müssen ausführlicher gekennzeichnet sein. Doch auch für herkömmliche Kräutertees gibt es Vorgaben, etwa zu deren Gehalt an ätherischen Ölen. Ein guter Grund, sich in der Apotheke kompetent und umfassend beraten zu lassen und genau den Arzneitee auszuwählen, der zu den jeweiligen Beschwerden passt.

Magen-Darm-Trakt Pflanzliche Kräuter und Gewürze gegen Blähungen, Durchfall oder Verstopfung bieten eine sanfte Hilfe gegen verschiedene Magen-Darm-Beschwerden. So wird etwa Anis-Fenchel-Kümmel-Tee gegen Blähungen und Eichenrinden-Tee bei Durchfall empfohlen.

Blase und Nieren Mischungen mit ausgewählten Heilpflanzen sorgen dafür, dass Wasser wieder zügig ausgeschieden wird. Das fördert man durch Tees mit entwässernden Wirkstoffen, wie z. B. Birkenblättern oder Schachtelhalmkraut. Zusätzlich entzündungshemmend wirken Brennnessel- oder Goldruteblätter.

Erkältung Apothekenmischungen gegen Halsschmerzen, Heiserkeit und Husten enthalten krampf- und Schleimlösende Substanzen, wie sie in Thymian oder Spitzwegerich enthalten sind. Bei Entzündungen im Rachenraum helfen dagegen Salbeiblätter. Eine schweiß- und harntreibende sowie fiebersenkende Wirkung haben Linden- und Holunderblüten.

Leber Hochwertige Teemischungen können die Leber und Leberzellen stärken, entgiften und reinigen. Hierbei ist es vor allem der hohe Polyphenolgehalt, der sich unterstützend bei der Leberentgiftung und anregend bei der Gallensäurenbildung zeigt. Bitterstoffe in Wildkräutern wie Löwenzahn und Schafgarbe sowie im Extrakt der Löwenzahnwurzel helfen bei der Bildung von Gallensäuren und tragen zu einer Regulierung des Gallenflusses bei.

Wechseljahre Heilpflanzen wie Baldrian, Melisse oder Pfefferminze haben eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Bei depressiven Neigungen ist vor allem die Verwendung von Johanniskraut angezeigt. Zur Abmilderung der häufig auftretenden Phasen intensiver Schweißbildung sind Teemischungen mit Salbeiblättern hervorragend geeignet.

Herz Die bekannteste Pflanze für den Lebensmotor ist vermutlich der Weißdorn. Er soll die Durchblutung der Herzkranzgefäße anregen und die Leistung des ganzen Organs verbessern. Mit Extrakten aus der Apotheke werden deshalb Kreislaufstörungen, leichte Formen von Herzschwäche sowie Druck- und Beklemmungsgefühle behandelt.

gesundleben MAGAZIN 05/2019

Stilles Mineralwasser? Oder lieber eines mit Kohlensäure? Die einen schwören auf Sprudel, weil sie stilles Wasser langweilig finden. Die anderen halten dagegen, dass Kohlensäure Blähungen verursacht und stilles Wasser überhaupt bekömmlicher sei. Aber was stimmt?

Mediziner sind in einer Studie der Frage nach der besseren Flüssigkeitsversorgung nachgegangen, die Ergebnisse wurden im Fachmagazin „The American Journal of Clinical Nutrition“ 2016 veröffentlicht. Verschiedene Getränke wurden miteinander verglichen. Das Ergebnis: Wasser mit Kohlensäure versorgt den menschlichen Körper mit Flüssigkeit ebenso gut wie stilles. Viel Kohlensäure kann zwar den Transport des Getränks aus dem Magen in den Dünndarm und die Ausscheidung aus dem Körper beschleunigen, diese Wirkung ist jedoch nur minimal.

Sprudelwasser wird dennoch immer weniger gekauft, weil es als das weniger gesunde Mineralwasser gilt. Kohlensäure kann in der Tat durch ihre perlenden Bläschen bei empfindlichen Menschen Sodbrennen und Blähungen verursachen, vor allem dann, wenn ein großes Glas Sprudel in einem Zug getrunken wird. Allerdings sind das bereits die einzigen gesundheitlichen Nachteile von Mineralwasser mit Kohlensäure. Im Gegenteil, das Sprudelwasser verbucht einige Pluspunkte für sich: So erfrischt es besser, weil die Kohlensäure das Wasser leicht säuert. Zusätzlich hat die Kohlensäure eine leicht keimhemmende Wirkung, wodurch sich die Haltbarkeit des Mineralwassers verlängert.

Apropos keimhemmende Wirkung: Hier fallen in den Untersuchungen der Stiftung Warentest stille Wasser häufiger negativ auf. So werden in dieser Wassersorte häufiger Keime festgestellt, die für Menschen mit Immunschwäche bedenklich sein können. Für Gesunde stellen diese Keime jedoch kein Risiko dar. Krankheitserreger wurden übrigens weder in stillem noch in kohlensäurehaltigem Wasser entdeckt.

Beide Wassersorten überzeugen hingegen mit Mineralstoffen. Kalzium, Magnesium und Natrium sind der Grund, warum so viele Menschen ihren Durst lieber mit Mineralwasser löschen als mit Leitungswasser. Ob still, medium oder classic – alle Mineralwässer enthalten die lebensnotwendigen Nährstoffe. In welcher Menge hängt jedoch von der Herkunft des Wassers ab. Wenn mehrere Gesteinsschichten über der Quelle liegen, haben sich meist besonders viel Mineralstoffe im Wasser gelöst. Auskunft darüber gibt das Flaschenetikett: Ein hoher Gehalt an Mineralstoffen ist dann gegeben, wenn das Wasser beispielsweise mehr als 100 Milligramm Magnesium pro Liter aufweist, mehr als 250 Milligramm Kalzium oder mehr als 300 Milligramm Natrium.

Welches Wasser passt am besten zu mir?

Ob Sportler oder Gourmet, ob schwanger oder im Dauerstress – für jeden Menschen und jede Lebenssituation gibt es das richtige Wasser. Dafür sorgen Mineralstoffe, die in jedem Wasser in unterschiedlicher Menge vorkommen. Ein genauer Blick aufs Flaschenetikett lohnt sich also. Wir haben für Sie fünf Wassertypen und ihre Bedürfnisse genauer unter die Lupe genommen.

Für Genussfreudige Sie legen großen Wert auf gutes Essen und Trinken? Für Gourmets gibt es zu jedem Menü den passenden Begleiter. Leicht salzig mit viel Kohlensäure regt Mineralwasser als Aperitif den Geschmack an. Mit seinem geringen Säure- und Mineralstoffgehalt betont es das Aroma leichter Vorspeisen, statt es zu überdecken.

Für Vielbeschäftigte Sie müssen sich oft und lange konzentrieren, haben einen anstrengenden Alltag oder sind beruflich stark eingespannt? Dann ist für Sie ein Mineralwasser mit viel Magnesium der ideale Durstlöscher. Magnesiumreiches Wasser fördert die Konzentration, macht leistungsfähiger und gibt Energie für den Alltag.

Für Sportler und Aktive Wenn Sie häufig ins Schwitzen kommen, verlieren Sie neben Flüssigkeit auch wichtige Mineralstoffe. Mit Mineralwasser, das viel Natrium enthält, können Sie ein Natriumdefizit schnell wieder ins Gleichgewicht bringen. Mediziner empfehlen daher Sportlern und allen mit schweißtreibenden Berufen Mineralwasser mit mindestens 200 Milligramm Natrium pro Liter.

Für Gesundheitsbewusste Wenn Sie einen erhöhten Mineralstoffbedarf haben, sich vegetarisch oder vegan ernähren, sollten Sie zu kalziumreichem Wasser mit mindestens 150 Milligramm pro Liter greifen. Kalzium unterstützt stabile Knochen, feste Zähne und eine gesunde Haut. Da es ausgesprochen wichtig für die Wachstumsphase des Menschen ist, empfiehlt es sich besonders für Kinder, Babys und Schwangere. Da Kalzium im Mineralwasser bereits in gelöster Form vorliegt, kann es der Körper beim Trinken besonders gut aufnehmen.

Für Entspannte Sie haben einen eher ruhigen, ausgeglichenen Lebensstil? Dann liegen Sie mit leicht mineralisiertem Wasser genau richtig. Sein weicher, neutraler Geschmack macht es zum Durstlöscher bei jeder Gelegenheit: Ob Wohlfühl-Wochenende auf Balkonien oder lockerer Hobbysport – Flüssigkeitsnachschub braucht der Körper immer und überall. Idealerweise trinken Sie 1,5 Liter täglich, bei heißem Wetter oder sportlicher Aktivität auch gerne mehr.

gesundleben MAGAZIN 04/2019

Schätzungen von Naturschutzverbänden zufolge sterben zurzeit etwa 100.000 Meeressäuger und circa 1 Million Meeresvögel jährlich an den Folgen der Plastikverschmutzung. Ein trauriger Rekord. Dabei kann jeder von uns etwas dafür tun, dass die Plastikflut geringer wird. Schon mit kleinen Veränderungen ist es möglich, Plastikverpackungen bewusst zu vermeiden.

Rucksack, Korb oder Stoffbeutel mitnehmen Nur etwa 25 Minuten lang wird eine Plastiktüte durchschnittlich genutzt, dann landet sie im Müll. Stoffbeutel & Co. besitzen eine sehr viel bessere Umweltbilanz, da sie wiederverwendbar sind. Anstatt beim Einkaufen also zur Plastiktüte zu greifen, können die Lebensmittel einfach in dem mitgebrachten Beutel verstaut werden.

Obst und Gemüse lose kaufen Zahlreiche Obst- und Gemüsesorten sind durch ihre natürliche Schale bereits verpackt. Deshalb können sie gut lose gekauft werden. Hinzu kommt, dass die Menge frei wählbar ist, was beim Portionieren hilft. Denn bei den jährlich anfallenden 125 kg Bioabfall pro Kopf sind viele Lebensmittel dabei, die uns einfach nicht mehr als gut und appetitlich genug erschienen.

Mehrwegbecher mitnehmen In Deutschland werden 320.000 Einwegbecher verbraucht – pro Stunde! Die meisten sind außen aus Pappe und haben innen eine dünne Plastikschicht. Der Deckel ist fast immer aus Plastik. Eine deutlich umweltfreundlichere Alternative stellen Mehrwegbecher dar. In vielen Cafés erhält man mittlerweile sogar einen Rabatt, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt.

Mit 40 Tonnen Plastik im Magen ist im vergangenen April ein junger Wal gestrandet. Laut dem Nabu (Naturschutzbund Deutschland) landen jedes Jahr gut 7,5 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren. Tüten, Flaschen, Fischernetze – alles Mögliche eben.

Mehrweg- oder Glasflaschen kaufen Fast die Hälfte der in Deutschland angebotenen Getränke wird in umweltfreundlichen Mehrwegflaschen verkauft. Sie können bis zu 50-mal wiederverwendet werden und sparen im Vergleich zu Einweg-Plastikflaschen, Tetrapacks und Dosen unnötige Abfallmengen ein. Noch besser ist die Ökobilanz bei Glasflaschen, die bis zu 60-mal wieder befüllt werden können.

Plastikmüll im Bad reduzieren Ein Seifenstück ist nachhaltiger als Flüssigseife, da diese in Einwegpackungen abgefüllt ist. Bei der Zahnpflege lohnt es sich, von der herkömmlichen Handzahnbürste zu einem elektrischen Modell zu wechseln. Aber auch in vielen Kosmetikartikeln, wie z. B. Lipgloss, Mascara oder Hautpflegeprodukten, steckt häufig Mikroplastik. Auf Nummer sicher geht man, wenn man zu zertifizierter Naturkosmetik greift.

Behälter mitbringen Auf dem Wochenmarkt, in Hofläden, beim Bauern, in Fachgeschäften, im Bio-Supermarkt oder „Unverpackt“-Läden lässt es sich prima plastikreduziert einkaufen. Hier können die Waren direkt in den Stoffbeutel oder das eigens mitgebrachte Gefäß wandern. In mehreren Supermarkt-Ketten verzichtet man mittlerweile ebenfalls auf Einweg-Folie und befüllt die vom Kunden mitgebrachten Behältnisse.

gesundleben MAGAZIN 04/2019

Der Volksmund hat recht: Lachen ist die beste Medizin. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass langes, intensives und wiederholtes Lachen im Organismus eine Vielzahl von biochemischen Prozessen aktiviert, die sich auf Körper und Geist positiv auswirken.

LACHEN IST JOGGING IM SITZEN Lachen kann sich vor allem positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Stresshormone werden abgebaut und Glückshormone freigesetzt, Verbrennungsprozesse gefördert, das Immunsystem gestärkt. Durch das vermehrte Einatmen wird mehr Sauerstoff transportiert, Herzschlag und Blutdruck sinken.

LACHEN MACHT GLÜCKLICH Lachen kann den Heilungsprozess im Körper unterstützen. Der US-amerikanische Neurologe William Fry stellte fest, dass ausgiebiges Lachen zu einem Abbau von Stresshormonen führt. Anspannungen werden wie durch ein Sicherheitsventil abgelassen. Außerdem wird beim Lachen verstärkt das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet.

LACHEN STÄRKT DIE IMMUN-ABWEHR Wissenschaftler sind vermehrt der Ansicht, dass Lachen offenbar auch körpereigene Zellen wie die T-Lymphozyten aktivieren kann. Dadurch werden die Abwehrkräfte gestärkt und die Ausschüttungvon Stresshormonen reduziert.

LACHEN SCHÜTZT VOR SCHMERZEN Vor allem vor chronischen Schmerzen kann Lachen schützen, davon gehen Forscher der Universität Oxford nach mehreren Experimenten mit Menschen aus, deren Schmerzempfindlichkeit sie testeten. Die durch das Lachen im Gehirn aktivierten Endorphine lösen eine biochemische Reaktion aus, welche schmerzhemmende Systeme im Gehirn aktivieren können.

LACHEN FÖRDERT DIE KONDITION Das Zwerchfell als der zentrale Lachmuskel erschüttert aus der Körpermitte alle Organe und Muskeln. Die Atmung wird intensiviert, sie gibt den Organen mehr Sauerstoff und hält die Gefäße elastisch. Das kann die Kondition fördern und das Herz stärken.

gesundleben MAGAZIN 04/2019