Wadenwickel bei Fieber kennt jeder. Besonders bei Kindern, die schnell sehr hoch fiebern, kommen sie häufig zum Einsatz. Doch mit den richtigen Umschlägen lassen sich noch viele weitere Erkältungsbeschwerden lindern. Für die Brust, den Hals und sogar die Nase gibt es die passende Methode. Dabei kommen ganz verschiedene Zutaten zum Einsatz. Das Besondere: Sie stammen aus der Speisekammer, nicht aus dem Medizinschrank.

Wadenwickel bei Fieber

Um das Fieber zu senken, werden feuchte Tücher um die Unterschenkel gelegt. Darüber kommt ein trockenes Handtuch. So kühlt die Haut ab, das Fieber sinkt. Es reicht dabei aus, wenn das Wasser ein wenig kälter als die (erhöhte) Körpertemperatur ist. Richtig kalt oder gar eiskalt sollten die Wickel nicht sein. Dann ziehen sich die Gefäße zusammen und der Körper gibt weniger Wärme ab. Die Wadenwickel bleiben etwa fünf bis zehn Minuten auf der Haut. So lange dauert es ungefähr, bis sie die gleiche Temperatur wie der Körper angenommen haben. Ihre kühlende Wirkung verschwindet dann und es ist Zeit, die Umschläge zu wechseln. Auch bei kleinen Kindern kann diese Methode helfen. Allerdings sollten Eltern die Ursache des Fiebers vorher vom Kinderarzt abklären lassen. Steckt eine Blasen- oder Nierenbeckenentzündung hinter dem Fieber, sollten Sie auf Wadenwickel verzichten. Auch wenn das Fieber länger als drei Tage anhält, empfehlt sich, vorsichtshalber zum Arzt zu gehen. Ältere Menschen und chronisch Kranke sollten bei Fieber ebenfalls ärztliche Rücksprache halten.

Halsumschläge bei Entzündungen

Schmerzt es beim Schlucken, greifen wir intuitiv zum Schal, um die betroffene Stelle warm zu halten. Noch effektiver sind allerdings warme Wickel. Sie sorgen dafür, dass die schmerzende Region stärker durchblutet wird. Abwehrzellen gelangen so besser in diesen Bereich und können die Krankheitserreger bekämpfen. Die einfachste Wickel-Variante ist mit warmem Wasser. Tauchen Sie dafür ein Tuch, zum Beispiel aus Baumwolle oder Leinen, hinein und wringen Sie es leicht aus. Sie können statt des warmen Wassers übrigens auch Kartoffeln als Wärmespeicher für den Wickel verwenden. Zerdrücken Sie dazu drei bis vier frisch gekochte Kartoffeln auf einem Tuch, schlagen Sie sie darin ein und lassen Sie das Ganze ein wenig abkühlen. Ideal ist eine Temperatur von etwa 40 Grad. Wenn es am Handgelenk oder der Innenseite des Unterarms angenehm ist, können Sie den Umschlag um den Hals legen. Geben Sie ein Handtuch darüber und fixieren Sie beides mit einem Schal. Der Umschlag bleibt so lange an Ort und Stelle, bis seine wohltuende Wirkung nachlässt.

Nasen-“Wickel“ bei Schnupfen

Eine verstopfte Nase erschwert das Atmen und führt manchmal zu Kopfschmerzen. Dann können Leinsamen-Auflagen helfen, festsitzendes Sekret zu lösen. Kochen Sie dafür eine Tasse der kleinen Körnchen mit zwei Tassen Wasser zu einem Brei. Verteilen Sie diesen auf zwei saugfähige Tücher und schlagen Sie die Masse darin ein. Warten Sie kurz, bis eine für die empfindliche Gesichtshaut angenehme Temperatur erreicht ist, und legen Sie sie links und rechts neben die Nase. Durch die Wärme löst sich das festsitzende Sekret und kann leichter abf ließen. Lassen Sie die Umschläge etwa eine halbe Stunde wirken.

Brustwickel bei Husten

Mit nur wenigen Änderungen werden aus den Halsumschlägen Brustwickel gegen Hustenbeschwerden. Die Wirkweise ist dabei die gleiche: Die Wärme löst festsitzendes Sekret und fördert die Durchblutung. Das unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte. Geben Sie noch ein paar Tropfen ätherisches Thymianöl hinzu. Die Wärme sorgt dafür, dass die flüchtigen Substanzen besonders gut in die Atemwege gelangen. Dort hemmen sie das Bakterienwachstum.

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Waschregeln für jedes Alter

Junge Haut ist hart im Nehmen, doch mit zunehmendem Alter wird sie anspruchsvoller. Wer sich dann genau so wäscht wie in der Jugend, bekommt Probleme

Viele Menschen klagen über Juckreiz, raue, schuppige und rissige Haut, die zudem schnell gereizt reagiert und zu Entzündungen neigt. Juckreiz kann Symptom einer Erkrankung sein. Rissige Haut tritt auch bei Fehlernährung auf. Und wenn sich die Haut schuppt, ist das ein möglicher Hinweis auf eine Hauterkrankung. Sind alle diese Ursachen ausgeschlossen, sollten die Betroffenen eine ganz simple Ursache prüfen: Die meisten Menschen waschen sich seit ihrer Jugend gleich – und das ist ein Fehler! Denn die Struktur der Haut verändert sich im Lauf des Lebens.

Die Hautstruktur verändert sich

Die Zellen erneuern sich nicht mehr so schnell, die Durchblutung wird schlechter. Die Haut wird dünner. Die Talg- und Feuchtigkeitsproduktion lässt nach. Zudem wird die Haut schlechter ernährt und heilt auch nicht mehr so schnell. Die normale Faserstruktur des Bindegewebes geht verloren. Unsere äußere Hülle verliert an Elastizität und kann weniger Wasser binden. Die Produktion von Schweiß, Talg und natürlichen Feuchthaltefaktoren, die sie geschmeidig halten, geht zurück. Der schützende, leicht saure Hydrolipidfilm ist zugleich weniger stark ausgeprägt, und es dauert oft doppelt so lange, bis er sich nach dem Waschen wieder aufbaut. Dazu lässt der Schutz gegen Umwelteinflüsse nach.

Reifere Haut hat weniger Widerstandskraft

Die Folge all dieser Veränderungen: Reife Haut ist dünner, weniger widerstandsfähig und meist trocken und fettarm. Während im Alter zwischen 20 und 30 nur etwa jeder Vierte unter trockener Haut leidet, ist es bei den 50-Jährigen nahezu die Hälfte, und ab 60 ist fast jeder betroffen. Klar, dass reifere Haut also besonders pfleglich behandelt werden muss. Denn der vermehrte Feuchtigkeitsverlust und die mangelnde Widerstandskraft erhöhen das Risiko für chronische, zum Teil krankhafte Hautveränderungen. Mit geeigneter Pflege und den richtigen Waschgewohnheiten lässt sich das meist verhindern.

Seife: Gleich aus zwei Gründen tabu

Seife ist ungeeignet weil sie die Haut aufquellen lässt, so dass Schutzstoffe leichter ausgelaugt werden. Aufgrund ihrer chemischen Struktur zerstört sie außerdem den Säuremantel der Haut, der für das Funktionieren des Hydrolipidmantels eine wichtige Rolle spielt. Sanfter reinigen Syndets mit leicht sauren Eigenschaften, die dem Hydrolipidfilm entsprechen. Besser als stark schäumende Präparate sind Waschzubereitungen, die vorbeugend bereits unter Verwendung rückfettender Substanzen hergestellt wurden. Gut geeignet sind neben synthetischen Waschstücken, Waschlotionen, Lipid-Reinigungsmilch, Reinigungsemulsionen sowie Duschöle und Reinigungspräparate, die speziell für sehr trockene Haut entwickelt wurden und z.B. Ceramide, natürliche Lipide, etwa Nachtkerzenöl, und den Feuchtigkeitsspender Urea enthalten oder Zusätze wie Polidocanol, die Juckreiz lindern.

Reinigen: Je älter, desto schonender

Weil reife, sehr trockene Haut oft empfindlich reagiert, sollten die Produkte, die Sie verwenden, möglichst frei von reizenden Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sein. Duschen Sie sich – maximal einmal täglich – nur kurz mit lauwarmem Wasser ab, und verwenden Sie Duschmittel weitgehend nur unter den Achseln, im Intimbereich, am Po und an den Füßen. Das Gesicht reinigen Sie am besten mit einer milden Reinigungsmilch für trockene Haut oder mit Reinigungscreme. Dass Sie dabei sanft mit sich umgehen und die Haut weder zerren noch dehnen, sollte selbstverständlich sein. Baden Sie in medizinischen Ölbädern – diese sind besonders für trockene, reizbare Haut empfehlenswert. Sie eignen sich aber auch zur Nachpflege behandelter Hautveränderungen. Sie überziehen die Haut mit einem feinen Fettfilm, der den Austrocknungseffekt des Wassers vermindert und die Haut danach zart und geschmeidig macht.

Wichtiger Abschluss: Eincremen

Auch wenn die Reinigung noch so sanft war: Danach ist Eincremen ein Muss. Geeignet sind Wasser-in-Öl-(W/O)-Emulsionen und Präparate, die reichlich Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff (Urea), Elastin, Allantoin, Vitamin E oder Kollagen enthalten. Für jede Hautsituation gibt es in der Apotheke speziell geeignete Präparate. Lassen Sie sich bei der Lösung Ihres individuellen Hautproblems vom Apotheken-Team helfen.

 

Wenn es in der Küche krabbelt

Schädlinge in seinen Lebensmitteln findet niemand gut. Doch zur Panik besteht kein Anlass. Einfache Tipps helfen, sie zu bekämpfen

Ungebetene Gäste haben in der warmen Jahreszeit Hochsaison: „Ab etwa 15 Grad Außentemperatur sind Insekten aktiv“, weiß Dr. Cornel Adler vom Institut für Vorratsschutz der Biologischen Bundesanstalt in Berlin. „Warmes Wetter, wie es ab dem Frühjahr herrscht, bedeutet daher auch, dass Vorratsschädlinge wie die kupferrote Dörrobstmotte von draußen in die Küche fliegen können.“ Sie ist nur eine von etlichen Insektenarten, die den Menschen seit Jahrtausenden in Küche und Keller begleiten. Archäologen haben herausgefunden, dass sich Kornkäfer schon vor 4 000 Jahren an den Grabbeigaben ägyptischer Pharaonen gütlich taten. Frei von Vorratsschädlingen bleiben nur Kaffee, Zucker, Salz, Fett und Öle.

Ein Befall in der Küche ist keine Schande. Keine Wohnung lässt sich vollständig vor Schädlingen abriegeln. Wichtig ist nur, die Krabbler rechtzeitig zu entdecken und schnell loszuwerden. Denn befallene Lebensmittel sind für den Verzehr verdorben.

Verschiedene Schädlingsarten

Schädlinge gibt es von winzig bis gut sichtbar. Die häufigsten Untermieter und wie sie Sie erkennen.

Die ausgewachsen etwa eineinhalb Zentimeter langen Dörrobstmotten sind recht leicht an ihren etwas fransigen, rotbraunen bis grauen Flügeln zu erkennen. Sie schätzen vor allem Nüsse, Müsli, Weizenkörner, Dörrobst, Naturreis, Brotreste sowie Früchtetee und legen dort ihre Eier ab. Die wenig später schlüpfenden Larven verraten sich im Frühstadium meist durch ihre fädigen Gespinste. Binnen Wochen wachsen sie auf mehr als einen Zentimeter Länge heran, bohren sich aus Verpackungen heraus und krabbeln – wenn man sie gewähren lässt – die Wände hoch. Bevorzugt in dunklen Ritzen oder in der Ecke zwischen Decke und Wand verpuppen sie sich, um später als Flattertiere neu zu erwachen. Wer nicht spätestens jetzt staubsaugt, muss mit einer Plage rechnen.

Relativ häufig ist auch der nur drei Millimeter große Brotkäfer. Wie Motten kann er von draußen einfliegen. Stecknadelkopfgroße Löcher in Verpackungen von Nudeln oder trockenen Backwaren verraten, wo er sich eingenistet hat.

Flugunfähige Kornkäfer kommen mit befallenen Getreidekörnern oder Nudeln ins Haus. Sie finden ihren Weg in die Lebensmittel meistens schon durch eine schlechte Lagerung von Getreide nach der Ernte. In der freien Natur können sie in unseren Breiten nicht überleben und hausen deshalb in Vorratslagern.

Speckkäfer wiederum existieren auch in Vogelnestern. In der Wohnung fallen zuerst ihre pelzigen Larven auf. Deren feine Härchen brechen leicht ab und bergen ein gewisses Allergierisiko, wenn man sie einatmet. „Dieses steigt allerdings erst bei anhaltend massivem Befall“, beruhigt Adler.

Einige Regeln zum Vorratsschutz

Vorratschädlinge treten heute nicht häufiger auf als früher. Sie sind zwar unappetitlich, aber nicht gefährlich. „Motten oder Käfer übertragen keine Krankheitserreger“, betont Adler. Die chemische Keule sei daher in der Küche fehl am Platz. Gegen Motten helfen zum Beispiel Duftstoff-Fallen.

Die oberste Devise lautet aber: Alle Vorräte trocken in dichten Behältern lagern. Infrage kommen Vorratsgläser mit Gummiringen oder Schliff stopfen, ebenso Frischhalteboxen aus Plastik. Dosen mit losem Deckel reichen dagegen nicht und Schraubverschlüsse nur, wenn sie gasdicht schließen. Adler: „Ein fest zugedrehtes Marmeladenglas ist verwendbar. Ist der Deckel aber verbeult oder locker, taugt es nicht mehr für Vorräte.“ Die Larven der Dörrobstmotte zum Beispiel sind in den Frühstadien nur einen zehntel Millimeter dick und quetschen sich durch die Windungen eines nicht ganz dichten Schraubdeckels. Auch die Plastik- und Papierverpackungen, in denen viele Lebensmittel verkauft werden, bieten keinen Schutz. Einige Vorratsschmarotzer durchbohren sie einfach.

Die zweite Grundregel: Mit der Kücheneinrichtung möglichst keine unzugänglichen Ritzen produzieren. Schlecht sind Stellen, in die ständig Essenskrümel fallen, in die aber kein Besen dringt – wie hinter der Arbeitsplatte. „Einbauküchen sind in dieser Hinsicht von Nachteil“, weiß Adler. Besser ist es, wenn sich Herd und Spülmaschine von der Wand abrücken lassen, damit sich regelmäßig dahinter putzen lässt. Wer zahlreiche Motten oder Käfer im Schrank entdeckt, muss alle Vorräte genau durchsehen und wegwerfen, was befallen ist. Der Müll gehört dann umgehend in die Tonne vor dem Haus. Genauso wie der Staubsaugerbeutel, in den man eben die Motten von der Wand gesaugt hat, denn die Tierchen darin sind noch nicht tot.

Mehlmilben beachten: Vernichten Sie auf jeden Fall Körner, Teig- oder Backwaren, die schon mit einer weißlichen Schicht überzogen sind: Dies kann ein Anzeichen für Mehlmilben sein. Übrigens: Spinnen sind keine Schädlinge, und viele Tag- und Nachtfalter ebenso wenig.

Doch es gibt auch Fälle, in denen Sie härteres Kaliber aufbieten müssen: bei Schaben, Mäusen und Ratten. Diese sogenannten Hygieneschädlinge können Krankheitserreger übertragen. In Etagenwohnungen sollten Sie umgehend Kontakt zur Hausverwaltung aufnehmen, wenn Sie diese Tiere entdecken, weil sie oft in Schächten zwischen den Wohnungen und den Stockwerken leben.

Weitere Tipps zur Hygiene

Werden Sie Ihrer Plage nicht mehr Herr, können Sie sich an folgende Institutionen wenden:

Kostenlosen Rat zur Küchenhygiene und Schädlingsbekämpfung erhalten Sie bei den Gesundheitsämtern der Gemeinden.

Informationen bieten auf Ebene der Bundesländer auch die Beauftragten für Vorratsschutz der Landespflanzenschutzämter.

Möchten Sie Krabbler, die Sie in Ihren Vorräten entdecken, genauer identifizieren, finden Sie bei der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (bba) online eine Broschüre (www.bba.de/mitteil/presse/ bilder/krabbeltiere/ krabkuechkeller.pdf – Gesundheitpro ist nicht verantwortlich und übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Internetseiten)

Wie Sie sich ernähren sollen, und welches die richtigen Pflegeprodukte für Ihre Haut sind

Prof. Dr. Hans Meffert ist leitender Oberarzt der Hautklinik der Uniklinik Charité in Berlin. Er antwortet auf wichtige Patienten-Fragen zum Thema Schuppenflechte:

Wie soll ich mich ernähren?

Psoriasis (Schuppenflechte) hat nicht in erster Linie mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeit zu tun. Doch können starker Alkoholkonsum oder scharf gewürzte Speisen im Einzelfall einen Schub auslösen. Wichtig ist, dass Sie auf Ihr Gewicht achten. Psoriasis bessert sich meist schon bei einer bescheidenen Gewichtsabnahme. Empfehlenswert sind energiearme Kost, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Fisch vorkommen (auch als Fischölkapseln aus der Apotheke), Karotten, Tomaten und frisches Obst.

Wie soll ich mich waschen?

Die nicht befallene Haut des Psoriasiskranken hält das Waschen genauso gut oder schlecht aus wie die eines so genannten Hautgesunden. Zum Entfernen der Schuppen ist kräftiges Bürsten aber nicht ratsam. Besser ist es, vor einer Salbenbehandlung zu baden oder – noch besser – einen Saunabesuch zu machen. Empfehlenswert sind rückfettende Badezusätze aus der Apotheke. Bereits Kleopatra bewahrte sich ihre Schönheit durch das Baden in Milch und Olivenöl. Wenn Sie sich ein Ölbad bereiten, sollten Sie keine zusätzliche Seife oder schäumende Zusätze verwenden (auch wenn sich dann ein Fettrand bildet). Nach dem Bad die Haut vorsichtig abtupfen, nicht frottieren, und dann die wirkstoffhaltige oder die Pflegesalbe auftragen.

Was sollte ich bei meiner Urlaubsplanung bedenken?

Meist verschlimmert sich der Hautzustand bei bereits ausgebrochener Psoriasis durch Kälte und eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Warmes Wetter in Kombination mit maßvollem Sonnen und Baden in Salz was ser tut der Haut dagegen gut. Viele Patienten verbringen ihren Urlaub nach Art einer Kur. Angeboten werden solche Aufenthalte an der Ost- und Nordsee, im Mittel- und Hochgebirge sowie am Toten Meer. Auch in unseren Breitengraden sind viele Kurkliniken mit Anlagen zur Sole- und Lichtbehandlung der Psoriasis ausgestattet. Suchen Sie sich eine spezialisierte Kurklinik in einer als Urlaubsziel attraktiven Gegend aus, mieten Sie sich im Hotel oder einer Pension ein, und nutzen Sie bestimmte Angebote der Kurklinik als Externer.

Wie finde ich die richtigen Pflegeprodukte für meine Haut?

Fragen Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin, die Kosmetikerin in der Hautarztpraxis, die Mitpatienten in der Selbsthilfegruppe, doch vertrauen Sie auf Ihr eigenes Urteil. Geeignet sind die Pflegeprodukte, die Sie auch nach längerer Zeit gern anwenden – weil angenehm, beruhigend und nicht hautreizend.

Hilft ein Entspannungs-Verfahren?

Die Veranlagung zur Psoriasis wird vererbt. Die genetische Bombe kann durch unterschiedliche Zünder zur Explosion gebracht werden. Einer davon ist Stress. Entspannungs- Verfahren machen Sinn, wenn Angst, Aufregung, Ärger, Überlastung oder Unzufriedenheit den Krankheitsverlauf offenbar ungünstig beeinflussen. Auch Juckreiz oder Schlafstörungen bessern sich.

Wie schaffe ich es, weniger Kortison zu benutzen, und wie lassen sich die Nebenwirkungen reduzieren?

Kortison ist ein segensreicher Wirkstoff. Angezeigt ist er jedoch nur in akut entzündlichen Phasen der Psoriasis. Man sollte ihn stets sparsam und nur in Kombination mit anderen (rezeptpflichtigen) Wirkstoffen – etwa mit Abkömmlingen des Vitamin A (Retinoide), des Vitamin D oder dem Wirkstoff Dithranol anwenden. So verringern Sie den Kortisonverbrauch: Kortisonsalbe wird nur mit Wissen des behandelnden Arztes und in der Regel nur einmal täglich dünn aufgetragen. Nach einigen Stunden mit einer Basissalbe nachcremen. Um Wirkverluste und Gewöhnung zu verhindern, sollte die Kortisonbehandlung wenn möglich regelmäßig unterbrochen werden. Anstelle der Wirkstoffsalbe wird dann mit dem Basispräparat eingecremt. Die Intervalltherapie verhindert oder verringert Kortison- Nebenwirkungen. Anzustreben sind kortisonfreie Intervalle von ein bis zwei Wochen. Praktikabel sind in der Regel kortisonfreie Wochenenden.

Tipps für die erfolgreiche Therapie

Dauernd müde, ständig schlapp? Dahinter kann, muss aber kein Eisenmangel stecken. Warum die Eigentherapie nicht ratsam ist

Soll ich gegen chronische Müdigkeit auf Verdacht ein Eisenpräparat schlucken?

Experten wie Privatdozent Dr. Dr. Peter Nielsen, Leiter der Eisenstoffwechsel-Ambulanz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, raten ab. „Chronische Müdigkeit muss vom Arzt abgeklärt werden.“ Denn die Beschwerden können viele Gründe haben, von der Schilddrüsenunterfunktion bis zur Tumorerkrankung. Lassen Sie solche Ursachen vom Arzt ausschließen, statt auf eigene Faust Eisenpräparate dagegen einzunehmen. Ein weiteres Argument gegen die Eigentherapie: Eisenmangel kann auch sehr ernste Ursachen haben, wie etwa ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. „Deshalb sollte der Arzt eine Blutuntersuchung durchführen und die Ursache abklären, wenn er einen Mangel feststellt.“

Ist klar, dass Blässe und Schlappheit durch einen Eisenmangel verursacht sind, wird der Arzt ein geeignetes Präparat verordnen und, wenn das möglich ist, die Ursache des Problems behandeln.

Damit der Körper das in dem Medikament enthaltene Eisen optimal verwerten kann, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

»Nehmen Sie das Präparat zunächst vor dem Essen ein, am besten eine Stunde vorher. Relativ gut verträglich sind Mittel, die sich erst im Dünndarm auflösen. Hier verhindert die pharmazeutische Zubereitung, dass das Eisen in Kontakt mit der Magenschleimhaut kommt und sie reizen kann. Wer auch dünndarmlösliche Zubereitungen nicht auf nüchternen Magen verträgt, kann das Eisenpräparat zum Essen schlucken. Allerdings ist dann die aufgenommene Menge des Spurenelements geringer, und es kann etwas länger dauern, bis sich Ihre Werte normalisieren.

»Ist der Eisenmangel beseitigt, sollten Sie darauf achten, dass die Ernährung in Zukunft den Bedarf abdeckt. Berücksichtigen Sie also den Eisengehalt Ihrer Lebensmittel. Gute Quellen sind Fleisch, Innereien und Fisch. Vegetarier sollten bewusst eisenreiche Nahrungsmittel wie Pilze oder Hülsenfrüchte in ihren Speiseplan einbauen. Ernähren Sie sich außerdem Vitamin-C-reich. Das Vitamin hält das Nahrungseisen in einer Form stabil, die der Körper besonders leicht verwerten kann.

»Wenn Sie Probleme haben, Ihren Eisenbedarf über die Nahrung zu decken, ist die Einnahme eines Eisenpräparates aus der Apotheke sinnvoll. Neben festen Formen gibt es auch eisenhaltige Kräuterelixie. Sind starke Monatsblutungen schuld an den Mangelerscheinungen, sollten Sie mit dem Arzt darüber sprechen. Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten reicht vom Hormonpräparat bis zum Hirtentäschelkrauttee aus der Apotheke.

Eine ausreichende Eisenzufuhr beugt nicht nur der Blutarmut vor. „Wenn die Nahrung auf Dauer zu wenig Eisen enthält, nimmt der Darm vermehrt giftige Schwermetalle wie Cadmium auf, die sich in Spuren in der Nahrung befinden.“ Durch eine ausreichende Eisenversorgung lässt sich also auch die Belastung des Körpers mit Schwermetallen verringern.

Vorsicht, Eisenräuber!

Eisenpräparate sollten Sie nicht mit Nahrungsmitteln nehmen, die die Eisenaufnahme behindern. Dazu gehören beispielsweise gerbstoffhaltige Lebensmittel wie schwarzer Tee, Kaffee oder Rotwein, oxalsäurehaltige Lebensmittel wie Spinat und Rhabarber, Milch und Milchprodukte,
Müsli, Sojabohnen, Weizenkleie oder Haferflocken

Auch Arzneimittel können die Eisenverwertung stören, wie etwa säurebindende Mittel gegen Sodbrennen und andere Magenbeschwerden, Austauscherharze wie Cholestyramin oder Cholestipol, die zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels eingesetzt werden.