Erkältung  –  nein,  danke!  So  schützen  Sie  sich  und  Ihr Umfeld: Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie effektiv Hygienemaßnahmen und gegenseitige Rücksichtnahme Ansteckungen verhindern können. Und das gilt nicht nur für COVID-19, sondern auch bei Grippe, Erkältungskrankheiten und anderen Infekten – zu Hause wie auch bei der Arbeit. Rufen Sie sich die folgenden Verhaltensweisen immer wieder ins Gedächtnis.

FÜNF TIPPS FÜR ZU HAUSE

  1. HÄNDE WASCHEN Waschen Sie sich die Hände, gleich wenn Sie nach Hause kommen. So tragen Sie keine Krankheitserreger in die Wohnung, die Sie etwa in der Bahn auf-geschnappt haben.
  2. ABSTAND HALTEN Besonders wenn es in der Nase juckt oder im Hals kratzt, halten Sie Abstand, verzichten Sie auf Umarmungen und Küsschen zur Begrüßung. Schenken Sie Ihrem Gegenüber dafür ein freundliches Lächeln.
  3. STOSSLÜFTEN Regelmäßiges Stoßlüften tauscht trockene, keimbelastete Luft gegen frischeaus. Diese befeuchtet die Schleimhäute, sodass Erreger sich dort weniger schnell festsetzen und vermehren können.
  4. GESUND ERNÄHREN Mit frischen, gesunden und vitamin-reichen Lebensmitteln – am besten in Bio-Qualität – stärken Sie das Immunsystem.
  5. RAUSGEHEN Sich viel in der frischen Luft aufzuhalten hilft Stress abzubauen und unterstützt so die Abwehrkräfte. Ob ein Spaziergang im Wald, Joggen im Park oder eine Radtour am Fluss entlang – die Bewegung in der freien Natur hilft, den Kopf freizubekommen.

ERKÄLTUNGSKNIGGE FÜRS BÜRO

  • INFEKTE AUSKURIEREN Wer gar nicht erst mit den Kollegen in direkten Kontakt kommt, steckt auch niemanden an. Schleppen Sie sich nicht krank zur Arbeit.
  • HOMEOFFICE Fühlen Sie sich trotz Erkältung fit genug, um zu arbeiten, besprechen Sie mit Ihrem Chef, ob nicht vielleicht ein paar Tage Homeoffice möglich sind.
  • HUSTENBONBONS Gerade bei Reizhusten beruhigen sie und die Kollegen werden nicht durch ständiges Hüsteln bei der Konzentration gestört.
  • TASCHENTÜCHER DIREKT ENTSORGEN Benutzte Taschentücher gehören in den Mülleimer. In der warmen Umgebung der Hosentasche werden sie erst recht zu Keimschleudern
  • AUF HÄNDESCHÜTTELN VERZICHTEN & HÄNDE WASCHEN Denn schnell fassen wir uns unbewusst an die Nase oder den Mund und übertragen so Krankheitserreger auf die Hände. Achten Sie darauf, Ihre Hände zu waschen oder zu desinfizieren, wenn Sie morgens ins Büro kommen, und auch mehrmals am Tag  zwischendurch.
  • IN DIE ARMBEUGE NIESEN Auf diese Weise verbreiten sich die Virenweniger und Ihre Hände bleiben sauber. Halten Sie zudem Abstand zu den Kollegen und öffnen Sie regelmäßig die Fenster zum Stoßlüften.
  • OBERFLÄCHEN ABWISCHEN Auch wenn das Büro gereinigt wird, sind die Schreibtische manchmal nicht ein-geschlossen. Wischen Sie darum selbst regelmäßig mit einem Desinfektions-tuch über Telefonhörer, Tastatur und Co.

Gesund leben Tipp:

  • BEI MEETINGS BESONDERE RÜCKSICHT NEHMEN Stehen im normalen Arbeitsalltag die Schreibtische noch etwas auseinander, kommt man im Meeting den Kollegen manchmal doch so richtig nah. Wenn Sie merken, dass sich ein Hustenanfall anbahnt oder Sie sich die Nase putzen müssen, verlassen Sie kurz den Raum. So vermeiden Sie Störungen und verteilen keine Krankheitserreger. Bei längeren Besprechungen ist es gut, nicht nur vor Beginn und am Ende, sondern auch zwischendurch ein paar Minuten bei offenen Fenstern stoßzulüften.
gesundleben MAGAZIN 05/2020

Eigentlich ist es uns allen klar: Wir sollten uns nicht direkt in der Sonne aufhalten und uns immer mit einem hohen Lichtschutzfaktor eincremen, um die Haut vor einem Sonnenbrand zu schützen. Aber manchmal passiert es eben doch: Zuviel UV-Strahlen auf der Haut führen dazu, dass sie sich rötet und im schlimmsten Fall Bläschen bildet. Was ist dann zu tun? Und was sind die größten Fehler?

Dos

  • Kühlende Cremes mit Aloe vera verwenden. Sie beruhigen zusätzlich.
  • Ein frisch gewaschenes Tuch unter kaltes Wasser halten, auswringen und auf die Haut legen. So wird der Sonnenbrand gekühlt, ohne dass Erfrierungen entstehen.
  • Ist die Haut stark gerötet, können Wund- und Heilsalben die Areale beruhigen.

Don´ts

  • Quark und Joghurt direkt zum Kühlen auf die entzündete Haut geben. Die Bakterien aus den Milchprodukten können die Haut zusätzlich reizen. Besser: Masse in einen Plastikbeutel geben, mit einem leichten Tuch umwickeln und dann auf den Sonnenbrand legen.
  • Kühlpacks aus der Tiefkühltruhe verwenden. Die Gelpäckchen sind viel zu kalt. Aus der Verbrennung kann dann ganz schnell eine Erfrierung werden, was der Haut nur noch mehr schadet.

Unser Tipp: Wenn Sie spüren, dass die Haut zu viel Sonne abbekommen hat, lassen Sie sich gerne in unserer Apotheke zu passenden Produkten beraten. Die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) kann helfen, die Entzündungsreaktionen zu lindern.

Am besten ist es natürlich trotzdem, einen Sonnenbrand gar nicht erst entstehen zu lassen. Und das gelingt am besten, indem wir uns viel im Schatten aufhalten und von April bis Oktober darauf achten, uns immer gut einzucremen.

gesundleben MAGAZIN 04/2020

Tanzen, insbesondere der Paartanz, erlebt ein echtes Comeback. Nicht nur dank einschlägiger TV-Formate, sondern auch durch die immer beliebter werdenden Veranstaltungen, die zum Tanzen unter freiem Himmel einladen.

„Wenn Musik erklingt, mutiere ich sofort zur Dancing-Queen“, lacht Brigitte. Während sich die 60-Jährige früher auf Open-Air-Festivals austobte, hat sie seit einigen Jahren den Paartanz für sich entdeckt: „Auch in Deutschland werden immer häufiger Events unter freiem Himmel angeboten. Ich gucke ab und zu im Internet nach. Und irgendwas ist immer!“ Sie fügt hinzu: „Am Paartanz gefällt mir besonders, dass ich auf mehrere Sachen gleichzeitig achten muss: Koordination, Rhythmus und Schnelligkeit. Und auf den Partner natürlich auch.“ Sie lacht.

Auch in medizinischer Hinsicht wirkt Tanzen wie ein Wundermittel: Es baut Stress ab, reduziert das Demenzrisiko und verbessert körperliche sowie kognitive Funktionen. Die Vielzahl der Reize bewirkt, dass das Gehirn auf ganz verschiedenen Ebenen stimuliert wird. Die komplizierten Drehungen und Schritte beim Tanzen können sogar dazu führen, dass zusätzliche neuronale Verbindungen entstehen und das Volumen des Gehirns in einigen Bereichen zunimmt. Das gilt auch und insbesondere für ältere Menschen. Eine Studie* aus dem Jahr 2019 führt zudem an, dass Tanzen gerade bei Menschen ab 55 Jahren positive Auswirkungen auf das Gleichgewicht hat und möglicherweise sogar zur Verbesserung des Stoffwechsels beitragen kann.

„Tanzen ist ein echter Jungbrunnen“, resümiert Brigitte. „Und wenn es an der frischen Luft tattfindet, fühle mich noch gesünder. Und glücklicher.“

gesundleben MAGAZIN 03/2020

Für viele Menschen hat der lang ersehnte Frühlingsbeginn einen negativen Beigeschmack. Denn die allerorts sprießenden Blumen und Gräser haben lästige Nebenwirkungen: heftige Niesattacken und tränende Augen, oftmals verbunden mit Juckreiz am ganzen Körper. Neben Allergien, wie dem verbreiteten Heuschnupfen, können aber auch ganz andere Ursachen für das quälende Jucken der Haut verantwortlich sein. Hier einige der wichtigsten Ursachen.

ALLERGIEN Allergien entstehen, wenn das Immunsystem auf einen eigentlich harmlosen Stoff, z. B. in einem Nahrungsmittel oder durch direkten Kontakt über die Kleidung, überempfindlich reagiert. Eine in Deutschland am weitesten verbreitete Allergie ist die pollenbedingte allergische Rhinitis, auch bekannt als Heuschnupfen. Kommt es hierbei zum Kontakt von Pflanzenpollen, z. B. mit der Nasenschleimhaut, mobilisiert der Körper hochaktive Botenstoffe, darunter Histamin. Das Gewebshormon ist einer der stärksten Verursacher von Juckreiz, welcher dem Körper als Warnsignal dienen soll.

INSEKTENSTICHE Mückenstiche führen oftmals zu unangenehm juckenden Stellen auf dem Körper. Schuld daran ist der Speichel der Blutsauger, der im Körper Abwehrmechanismen aktiviert und ebenfalls zu einer Histaminausschüttung führt. Eine ähnliche Reaktion kann bei Kontakt mit Nesselgiften auftreten, beispielsweise den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners. Die abgebrochenen feinen Haare der Raupe können weit fliegen, jahrelang überdauern und bei Menschen einen toxischen Reiz auslösen. Dieser kann sich in Juckreiz, Ausschlägen mit Rötungen oder rötlichen Knötchen äußern.

NEURODERMITIS Man vermutet u. a. genetische Ursachen, die bei Neurodermitis zu einer Störung der natürlichen Barrierefunktion der Haut führen. Das Ergebnis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die schubweise und häufig verstärkt an Kopfhaut, Gesicht und Händen auftritt und mit quälendem Juckreiz einhergeht.

NEUROLOGISCHE URSACHEN Auch bei Nervenerkrankungen wie Multipler Sklerose, Schlaganfällen oder der Parkinson-Krankheit kann als Begleitsymptom Juckreiz auftreten. Dieser betrifft dann zumeist einzelne Hautareale.

SCHWANGERSCHAFT Ein leichtes Hautjucken in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kommt häufig vor. Die Überdehnung der Haut kann am Bauch einen Juckreiz begünstigen oder zu vermehrter Schweißbildung in den Hautfalten führen. Ebenso können hormonell bedingte Veränderungen im Stoffwechsel eine Ursache sein.

PSYCHE Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf. Eine psychische Belastung kann sensible Haut spürbar mitnehmen. Sie reagiert gereizt und beginnt zu jucken. So ist zu beobachten, dass eine Wechselwirkung zwischen der Schwere des Juckreizes und der Schwere einer Depression besteht.

ALTERSJUCKREIZ (PRURITUSSENILIS) Wahrscheinlich leidet etwa die Hälfte aller Menschen über 60 Jahren an Altersjuckreiz. Weswegen das Jucken im Alter überhaupt entsteht, ist bis heute noch nicht ganz klar. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass trockene Haut als Folge der natürlichen Hautalterung zumindest eine Ursache darstellt. Heizungsluft, Seifen und Badezusätze können die Haut zudem zusätzlich austrocknen.

gesundleben MAGAZIN 02/2020

Vom STRESS bis zum FLÜSSIGKEITSMANGEL – Schmerzattacken können durch unterschiedlichste Faktoren ausgelöst werden. Wir stellen Ihnen die häufigsten Auslöser vor und zeigen, wie dem unangenehmen SCHMERZ schon mit einfachen TRICKS entgegensteuert werden kann

STRESS Dauerhafter Stress kann das körpereigene Schmerzabwehrsystem aus dem Takt bringen: Im Gehirn werden dann vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet, die Blutgefäße weiten sich und es kommt zu Entzündungsreaktionen. Auch verkrampfen sich bei Anspannung die Muskeln in Nacken und Rücken – das wirkt sich auch im Kopf aus. Dann hilft entspannen – z. B. mit Meditation oder autogenem Training.

SCHLAFMANGEL Ist die Tiefschlafphase zu kurz, steigt die Schmerzempfindlichkeit. Schon nach zwei aufeinanderfolgenden Nächten mit weniger als vier Stunden Schlaf steigt das Risiko,  Spannungskopfschmerzen zu bekommen. Das hilft: leichte Kost am Abend, regelmäßige Schlafzeiten und ein gut gelüftetes Schlafzimmer mit einer Zimmertemperatur zwischen 14 und 18 Grad Celsius.

UNREGELMÄSSIGE ESSENSZEITEN Im Laufe des Tages fällt der Blutzuckerspiegel ab, wenn der Körper nicht regelmäßig Nahrungsnachschub bekommt. Kopfschmerzen können die Folge sein. Wer regelmäßig darunter leidet, sollte deshalb über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

AUSREICHEND TRINKEN Zu wenig Wasser im Kreislauf lässt das Blut dickflüssig werden. Dadurch fließt das Blut langsamer und die Sauerstoffversorgung im Gehirn leidet. Ein Glas Wasser kann deshalb Kopfschmerzen bereits lindern. Zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich können dem Pochen und Stechen im Kopf vorbeugen.

GENUSS- UND ARZNEIMITTELMISSBRAUCH Der übermäßige Genuss von Alkohol oder Nikotin sowie die unkontrollierte Einnahme von Schmerzmitteln können Kopfschmerzattacken auslösen. Der Konsum der Genussmittel sollte daher möglichst beschränkt werden, bei Schmerzmitteln auf die Dosiersempfehlung achten und im Zweifelsfall einen Arzt zu Rate ziehen.

WETTERWECHSEL Temperatur-, Druck- und Feuchtigkeitsschwankungen können Kopfschmerzen auslösen. Blutgefäße, Nerven und Muskeln, die sehr nah an der Oberfläche des Kopfes liegen, ziehen sich schon bei geringen Temperaturabfällen zusammen und können so Kopfschmerzen auslösen. Wetterfühlige Menschen sollten sich deshalb regelmäßig an der frischen Luft bewegen.

FEHLHALTUNGEN UND EINSEITIGE BELASTUNGEN Eine ungünstige Körperhaltung kann   Fehlbelastungen verursachen. Die Wirbelsäule und die dazugehörigen Muskeln werden dauerhaft einseitig belastet und können zu Muskelverspannungen führen, die wiederum Kopfschmerzen hervorrufen. Der Arbeitsplatz sollte daher ergonomisch richtig gestaltet und genau auf den Benutzer zugeschnitten werden. Während der Arbeit öfter die Sitzposition wechseln und kurze Pausen einlegen.

gesundleben MAGAZIN 05/2019