Im Sommer gehören Stechmücken zu den schlimmsten Quälgeistern. Tipps, wie Sie die Blutsauger auf Distanz halten und was Sie tun können, wenn es Sie trotzdem erwischt

Nur weibliche Mücken sind scharf auf unseren Lebenssaft: Sie benötigen Eiweiß zur Entwicklung ihrer Eier. Nach welchen Kriterien die Mückendame ihre Opfer auswählt, ist allerdings bislang nicht endgültig erforscht.

Die Mücken fliegen nicht auf „süßes Blut“

Die Geschichte vom „süßen Blut“ sollte jedoch unter der Rubrik Legenden abgehakt werden: Diabetiker und Naschkatzen werden nicht stärker heimgesucht als andere. Vielmehr ist bei der Auswahl der Opfer ein Duftcocktail ausschlaggebend, der beim Schwitzen entsteht. Beispielsweise spielen Aminosäuren, Milchsäure, stickstoffhaltige Verbindungen und Buttersäure eine Rolle. Ein weiterer Faktor ist die Hauttemperatur: Menschen, deren Haut ein paar Zehntel Grad kühler ist, bleiben von Stichen eher verschont. Auch Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Farbe der Umgebung und Helligkeit beeinflussen die Wahl der Mücke.

So halten Sie sich die Plagegeister vom Leib

Meiden Sie in der Dämmerung und nachts Sümpfe, Moore, Seen und sonstige stehende Gewässer. Hier schlüpfen die Blutsauger und tummeln sich nicht selten in großen Schwärmen.
Tragen Sie helle, möglichst geschlossene, feste Kleidung. Dünne Textilien können die Mücken mühelos durchstechen. Am besten geeignet ist Kleidung aus Leinen: Der Stoff ist für Mückenrüssel undurchdringlich und trotzdem angenehm kühl auf der Haut.
Verzichten Sie auf blumige Parfums.
Sichern Sie Haus oder Wohnung mit Mückenschutz: Montieren Sie Fliegengitter an die Fenster und Außentüren und hängen Sie sich ein Moskitonetz über das Bett.
In der Apotheke erhalten Sie sehr gut wirksame Mittel (Repellentien) mit den Wirkstoffen Diethyltoluamid (DEET) oder Bayrepel in Form von Cremes, Lotionen oder Zerstäubern für die Haut. Wichtig: Passen Sie auf, dass nichts auf die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase kommt.
Tragen Sie diese Mittel möglichst lückenlos auf. Die Insekten finden nämlich traumwandlerisch auch die kleinste ungeschützte Stelle, um sich dort eine Portion Blut zu zapfen.
Falls Sie sich schminken oder Ihre Haut mit Sonnencreme schützen: Das Insektenschutzmittel stets zuletzt auftragen.
Beachten Sie, dass sich durch Schwitzen oder mechanisches Abreiben die Wirkdauer verkürzt.
Tragen Sie das Mittel mindestens alle vier Stunden sowie grundsätzlich immer nach dem Baden erneut auf, um die Schutzwirkung aufrecht zu erhalten.
Ätherische Öle wie Nelken-, Lavendel- oder Bergamottöl halten die Plagegeister ebenfalls auf Distanz. Sie haben jedoch meist eine viel schwächere und kürzere Wirkung und bergen die Gefahr, dass empfindliche Personen allergisch reagieren. Zudem empfindet mancher den Geruch als unangenehm.

Für die Kleinen gelten andere Schutzregeln

Obwohl die Repellentien aus der Apotheke sehr gut verträglich sind, sollten Sie Kinder unter zwei Jahren nicht damit behandeln. Ihre Haut ist durchlässiger für die Wirkstoffe. Eine weitere Gefahr: Die Mittel können durch Augenreiben und Fingerlecken auf die Schleimhäute gelangen – es drohen neurologische Störungen.
Mückensprays und Elektroverdampfer für geschlossene Räume enthalten meist Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethroide, die ebenfalls die Nerven schädigen können. Sie sollten nicht eingesetzt werden, wenn Kinder im Haus sind. Der ideale Schutz für Babys und Kleinkinder: ein Moskitonetz.

Nach dem Mückenstich: Juckreiz wirksam lindern

Wer dennoch gestochen wurde, der kann das Jucken und Brennen des Stiches durch Kühlung lindern. Ideal sind kalte Kompressen, am besten mit Zusatz von essigsaurer Tonerde. Antiallergische Cremes aus der Apotheke bekämpfen den Juckreiz. Die Wirkstoffe sind: Dimetindenmaleat, Bamipin, Chlorphenoxamin, Polidocanol, Bufexamac oder gegebenenfalls Hydrocortison. Der Kamillenwirkstoff Bisabolol wirkt ebenfalls entzündungshemmend und ist auch in speziellen Sticks zur Behandlung von Insektenstichen enthalten.

Sportlicher Schutz

Eine halbe Stunde Sport täglich schützt vermutlich vor Parkinson

Zu diesem Schluss gelangen US-amerikanische Forscher. Die Experten haben Daten von mehr als 143 000 älteren Patienten aus zehn Jahren ausgewertet. In diesem Zeitraum waren 413 davon an Parkinson erkrankt.

Wer 30 Minuten oder länger am Tag sportlich aktiv war, hatte ein um 40 Prozent geringeres Parkinson-Risiko als Sportmuffel. Keinen Zusammenhang fanden die Wissenschaftler zwischen Parkinson und sportlichen Aktivitäten im jüngeren Alter von 40 Jahren. Die Forscher gehen daher von einem kurzfristigen Einfluss der Bewegung aus.

Öfter kontrollieren, besser leben

Der Piks lohnt sich:

Diabetiker, die ihre Blutzuckerwerte regelmäßig checken, kommen besser zurecht.

„Wenn Sie nicht Diät halten, müssen Sie irgendwann Insulin spritzen.“ Mit dieser Drohung haben früher viele Ärzte versucht, ihre Patienten mit Typ-2-Diabetes dazu zu bringen, abzunehmen. Heute sind Mediziner davon abgekommen, Patienten durch die Angst vor der Nadel zur Diät zu zwingen. Das Umdenken hat zwei Gründe: „Erstens kann ich niemanden motivieren, indem ich ihm Angst mache. Und zweitens hat das Insulinspritzen auch seine Vorteile“, meint Diabetologe Dr. Bernd Ruhland.

Der Hintergrund:

Studien zeigen, dass der Blutzuckerspiegel eines Diabetikers dem eines Gesunden möglichst ähnlich sein sollte. Denn dann ist das Risiko für Folgeschäden an Augen, Nieren und den großen Blutgefäßen am geringsten. Das belegt beispielsweise die UKPDS Studie, die mehr als 5000 britische Typ-2-Diabetiker ab dem Zeitpunkt der Diagnose über zehn Jahre verfolgte.
Studien ergaben auch, dass bei vielen Typ-2-Diabetikern normale Blutzuckerwerte am besten mit einer Insulintherapie zu erreichen sind. Grund genug, warum Ärzte gut daran tun, ihren Patienten nicht mehr mit der Spritze zu drohen.

Nur das Messgerät zeigt die wahre Gefahr

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel, der das Risiko der Folgeerkrankungen steigert, macht keine Beschwerden. Der Patient merkt erst etwas, wenn der Blutzuckerspiegel völlig außer Kontrolle geraten ist. Dann treten Beschwerden wie starker Harndrang, Durstgefühl und Abgeschlagenheit auf. Deshalb ist die Selbstmessung des Blutzuckerspiegels der einzige Weg, herauszufinden, ob die Werte in Ordnung sind. Die einfachste und billigste Methode zur Selbstmessung sind Teststreifen. Sie geben einen Tropfen Blut auf das Testfeld des Streifens. Nach einer Zeit schlägt die Farbe im Testfeld um. Je höher der Blutzuckerspiegel, desto intensiver der Farbumschlag. Mit Hilfe einer Farbskala lässt sich der Blutzuckerwert abschätzen.

Das Verfahren ist jedoch ungenau und fehleranfällig. So können schwierige Lichtverhältnisse und Sehstörungen zu Ablesefehlern führen. Es eignet sich deshalb für Patienten, die nur grobe Richtwerte brauchen, weil sie zum Beispiel ihren Diabetes mit Ernährung, Gewichtsreduktion und Bewegung im Griff haben. Alle anderen Patienten fahren mit elektronischen Messgeräten aus der Apotheke besser. Sie kosten zwischen 40 und 60 Euro; Spezialgeräte, zum Beispiel für Blinde, können aber auch sehr viel teurer sein. Um ein Gerät zu finden, das alle Erfordernisse erfüllt, sollten Sie sich vorher folgende Fragen stellen:

Welche Blutmenge wird für das Messen benötigt?

Für kleine Kinder und ältere Menschen mit trocken-faltiger Haut sollte es ein Gerät sein, das mit möglichst wenig Blut auskommt – etwa zwei Mikroliter oder weniger. Deshalb ist es sinnvoll, ein übliches Gerät mit einer Vakuum-Stechhilfe zu ergänzen oder ein spezielles Gerät zu kaufen, bei dem die Stechhilfe integriert ist. So wird die Blutgewinnung aus Unterarm oder Daumenballen möglich.

Ist das Gerät leicht zu bedienen?

Für Kinder und Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit der Hände gibt es Geräte, bei denen kein Schalter betätigt werden muss.

Sind Sie viel unterwegs?

Dann brauchen Sie ein besonders handliches, aber robustes Gerät mit einer passenden Tragetasche.

Wie viele und welche Daten soll das Gerät speichern?

Manche Geräte speichern bis zu 1000 Datensätze (Datum, Uhrzeit, Messwert). Tipp für PC-Besitzer: Es gibt auch Geräte mit einer Schnittstelle, die den Anschluss an den Computer ermöglicht.

Wann und wie oft Sie messen sollten, hängt auch davon ab, wie Sie den Diabetes behandeln.
Kein starres Messschema gibt es bei der intensivierten Insulintherapie. Diese Form der Behandlung ist für Typ-1-Diabetes inzwischen Standard, gewinnt aber auch bei der Therapie des Typ-2-Diabetes zunehmend an Bedeutung. Dabei spritzt sich der Patient ein- bis zweimal täglich ein lang wirkendes und zusätzlich vor jeder Mahlzeit eine Dosis kurz wirkendes Insulin. Mit einer intensivierten Insulintherapie behandelte Diabetiker sollten vor jeder Mahlzeit und vor jeder Insulininjektion den Blutzuckerspiegel messen.
Protokollieren Sie Ihre Messwerte zuverlässig, wenn Ihr Gerät keine Speicherfunktion hat. Entsprechende Tagebücher gibt es bei den Herstellern der Messgeräte. Bei Ausreißern sollten Sie zusätzlich vermerken, was nach Ihrer Meinung zur Abweichung geführt hat. Das Protokoll sollten Sie bei der Kontrolluntersuchung mit Ihrem Arzt besprechen.

Besondere Lebensumstände machen Extramessungen nötig

Es ist im Prinzip möglich, dass die Krankenkasse die Kosten für ein Blutzuckermessgerät teilweise oder sogar vollständig übernimmt. Auch Zubehör wie Lanzetten oder Teststreifen kann Ihnen der Arzt verordnen. Ganz wichtig ist hierfür aber das richtige Vorgehen: Klären Sie zunächst mit dem Arzt ab, ob ein Gerät nötig ist, und reichen Sie dann einen entsprechenden Antrag bei der Krankenkasse ein. Kaufen Sie das Gerät erst, wenn der Bescheid der Kasse da ist – wer anders vorgeht, bekommt das Messgerät im Nachhinein oft nicht erstattet.
Zusätzliche Messungen können nötig sein, wenn Lebensumstände den Stoffwechsel weniger stabil machen und den Insulinbedarf im Einzelfall erhöhen oder erniedrigen können: akute Infekte, Bettlägerigkeit, Schwangerschaft oder vermehrte sportliche Betätigung. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Extramessungen nötig sind.

Kraftvolle Knolle

Er würzt nicht nur Speisen. Seit der Antike wird das Zwiebelgewächs auch als Heilmittel genutzt

Kaum sind Professor Abronsius und sein Assistent Alfred durch Schnee und Eis nach Transsylvanien gereist, finden sie in einem Wirtshaus auch schon die ersten untrüglichen Indizien für Vampire: Zu dicken Zöpfen geflochten, hängen dicht an dicht Knofel-Knollen über jedem Tisch. Dass der intensive Geruch des Knoblauchs wie in dem Kult-Film „Der Tanz der Vampire“ böse Geister aller Art in die Flucht schlägt, ist im Volksglauben tief verankert.

Seit Menschengedenken werden dem Zwiebel- oder Lauchgewächs mit dem wissenschaftlichen Namen Allium sativum aber auch noch andere positive Kräfte zugeschrieben: Es soll desinfizieren, als natürliches Antibiotikum vor Infektionen schützen und das Blut verdünnen.

Tatsächlich gibt es zahlreiche Hinweise darauf, dass der tägliche Verzehr von Knoblauch gefäßschützend wirkt und Arteriosklerose vorbeugt. „Bei einem Menschen, der genetisch nicht vorbelastet ist, kann Knoblauch eine Senkung des Cholesterinspiegels von bis zu 30 Prozent erzielen“, sagt Professor Michael Keusgen vom Institut für pharmazeutische Chemie der Universität Marburg.

Außerdem hemme die Knolle die Verklumpung von Blutplättchen (Thrombozyten) in den Gefäßen. Keusgen erforscht vor allem asiatische, mit unserem heimischen Knoblauch verwandte Arten auf ihre Eigenschaften als „Radikalfänger“. Die Vermutungen, dass Knoblauch durch seine zellschützenden Eigenschaften das Auftreten bestimmter Krebserkrankungen verringert, sind bislang nicht ausreichend wissenschaftlich gesichert.

Schwefelhaltige Abwehrstoffe

Die heilsame Kraft des Knoblauchs liegt nach dem bisherigen Stand der Erkenntnisse vor allem in seinen schwefelhaltigen Inhaltsstoffen. Die wichtigste Rolle spielt Alliin, das bei einer mechanischen Verletzung des Fruchtfleisches durch das Enzym Alliinase in Allicin umgewandelt wird. Erst das Allicin verleiht dem Knoblauch seinen typischen Geruch – und damit seine Wirksamkeit. Die Pflanze setzt es als Abwehrstoff gegen Fraß-Attacken und Parasiten ein: Die Substanz tötet Bakterien und Pilze ab. Für Hunde, Katzen und Ziervögel ist die Knoblauch-Zwiebel übrigens giftig.

Das Allicin wird abgebaut zu weiteren schwefelhaltigen Verbindungen wie Ajoen und Diallyldisulfid. Sie wiederum blockieren bestimmte Enzyme, die zum Beispiel an der Entstehung von Cholesterin beteiligt sind. Zudem enthält Knoblauch wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente wie Selen.

Unzerkleinert sind die einzelnen Zehen des Zwiebelgewächses fast geruchlos. Wer von den gesundheitsfördernden Wirkungen der Pflanze profitieren will, kommt daher um ein deftiges Knofeln nicht herum. Vier Gramm frischen, rohen Knoblauch empfiehlt Experte Keusgen als Tagesdosis – entweder mit der Presse zerquetscht oder klein gehackt, denn nur auf diese Weise wird das Allicin freigesetzt. „Knoblauch zu kochen oder anzubraten hat keinen Sinn. Denn bei diesen Zubereitungsformen entstehen wieder andere Inhaltsstoffe“, schränkt er ein.

Dragees schützen vor der „Fahne“

Eine Alternative zum Rohverzehr sind Dragees aus frisch getrocknetem und dann pulverisiertem Knoblauch. Sie schützen vor der typischen „Fahne“ – wenn auch nicht komplett vor dem Geruch nach Knoblauch. Die Dragees besitzen einen magensaftresistenten Überzug, deshalb wird das Pulver erst im Dünndarm freigesetzt. So kann Allicin nicht mehr durch den Mund ausgeatmet werden.

Doch die Hautporen „dünsten“ bei Langzeitgebrauch trotzdem etwas aus: Sie geben eine bestimmte Schwefelverbindung des Knoblauchs ab. Es handelt sich dabei aber nicht um das Allicin, denn dieses wird im Organismus weiter verstoffwechselt.

Wie Sie sich ernähren sollen, und welches die richtigen Pflegeprodukte für Ihre Haut sind

Prof. Dr. Hans Meffert ist leitender Oberarzt der Hautklinik der Uniklinik Charité in Berlin. Er antwortet auf wichtige Patienten-Fragen zum Thema Schuppenflechte:

Wie soll ich mich ernähren?

Psoriasis (Schuppenflechte) hat nicht in erster Linie mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeit zu tun. Doch können starker Alkoholkonsum oder scharf gewürzte Speisen im Einzelfall einen Schub auslösen. Wichtig ist, dass Sie auf Ihr Gewicht achten. Psoriasis bessert sich meist schon bei einer bescheidenen Gewichtsabnahme. Empfehlenswert sind energiearme Kost, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Fisch vorkommen (auch als Fischölkapseln aus der Apotheke), Karotten, Tomaten und frisches Obst.

Wie soll ich mich waschen?

Die nicht befallene Haut des Psoriasiskranken hält das Waschen genauso gut oder schlecht aus wie die eines so genannten Hautgesunden. Zum Entfernen der Schuppen ist kräftiges Bürsten aber nicht ratsam. Besser ist es, vor einer Salbenbehandlung zu baden oder – noch besser – einen Saunabesuch zu machen. Empfehlenswert sind rückfettende Badezusätze aus der Apotheke. Bereits Kleopatra bewahrte sich ihre Schönheit durch das Baden in Milch und Olivenöl. Wenn Sie sich ein Ölbad bereiten, sollten Sie keine zusätzliche Seife oder schäumende Zusätze verwenden (auch wenn sich dann ein Fettrand bildet). Nach dem Bad die Haut vorsichtig abtupfen, nicht frottieren, und dann die wirkstoffhaltige oder die Pflegesalbe auftragen.

Was sollte ich bei meiner Urlaubsplanung bedenken?

Meist verschlimmert sich der Hautzustand bei bereits ausgebrochener Psoriasis durch Kälte und eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Warmes Wetter in Kombination mit maßvollem Sonnen und Baden in Salz was ser tut der Haut dagegen gut. Viele Patienten verbringen ihren Urlaub nach Art einer Kur. Angeboten werden solche Aufenthalte an der Ost- und Nordsee, im Mittel- und Hochgebirge sowie am Toten Meer. Auch in unseren Breitengraden sind viele Kurkliniken mit Anlagen zur Sole- und Lichtbehandlung der Psoriasis ausgestattet. Suchen Sie sich eine spezialisierte Kurklinik in einer als Urlaubsziel attraktiven Gegend aus, mieten Sie sich im Hotel oder einer Pension ein, und nutzen Sie bestimmte Angebote der Kurklinik als Externer.

Wie finde ich die richtigen Pflegeprodukte für meine Haut?

Fragen Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin, die Kosmetikerin in der Hautarztpraxis, die Mitpatienten in der Selbsthilfegruppe, doch vertrauen Sie auf Ihr eigenes Urteil. Geeignet sind die Pflegeprodukte, die Sie auch nach längerer Zeit gern anwenden – weil angenehm, beruhigend und nicht hautreizend.

Hilft ein Entspannungs-Verfahren?

Die Veranlagung zur Psoriasis wird vererbt. Die genetische Bombe kann durch unterschiedliche Zünder zur Explosion gebracht werden. Einer davon ist Stress. Entspannungs- Verfahren machen Sinn, wenn Angst, Aufregung, Ärger, Überlastung oder Unzufriedenheit den Krankheitsverlauf offenbar ungünstig beeinflussen. Auch Juckreiz oder Schlafstörungen bessern sich.

Wie schaffe ich es, weniger Kortison zu benutzen, und wie lassen sich die Nebenwirkungen reduzieren?

Kortison ist ein segensreicher Wirkstoff. Angezeigt ist er jedoch nur in akut entzündlichen Phasen der Psoriasis. Man sollte ihn stets sparsam und nur in Kombination mit anderen (rezeptpflichtigen) Wirkstoffen – etwa mit Abkömmlingen des Vitamin A (Retinoide), des Vitamin D oder dem Wirkstoff Dithranol anwenden. So verringern Sie den Kortisonverbrauch: Kortisonsalbe wird nur mit Wissen des behandelnden Arztes und in der Regel nur einmal täglich dünn aufgetragen. Nach einigen Stunden mit einer Basissalbe nachcremen. Um Wirkverluste und Gewöhnung zu verhindern, sollte die Kortisonbehandlung wenn möglich regelmäßig unterbrochen werden. Anstelle der Wirkstoffsalbe wird dann mit dem Basispräparat eingecremt. Die Intervalltherapie verhindert oder verringert Kortison- Nebenwirkungen. Anzustreben sind kortisonfreie Intervalle von ein bis zwei Wochen. Praktikabel sind in der Regel kortisonfreie Wochenenden.