Nachdem K-Pop-Musik aus Asien Ende der 90er in Europa Einzug gehalten hat, kommt nun der nächste Trend aus Korea: K-Beauty. In Sachen Schönheit und Pflege können wir noch einiges aus dem fernen Osten lernen, denn eine makellose Haut hat dort einen besonders hohen Stellenwert. Entsprechend weit entwickelt sind die Beauty-Produkte.

Ein Trendprodukt, das schon seit einigen Jahren auch in deutschen Badezimmern zu finden ist, ist die sogenannte BB-Creme. BB steht für Blemish Balm. Diese Produkte pflegen einerseits, enthalten zudem aber auch einen Lichtschutzfaktor sowie Antioxidantien, die vor vorzeitiger Hautalterung schützen. Gleichzeit decken sie kleine Makel wie große Poren, Unreinheiten oder einen unebenmäßigen Teint ab – der englische Begriff dafür ist blemish. In Korea enthalten diese Cremes zudem oftmals Inhaltsstoffe, die die Haut aufhellen. Denn dort gilt ein feiner Porzellanteint als absolutes Schönheitsideal. In europäischen BB-Cremes sind solche Bleichmittel in der Regel aber nicht enthalten.

Sonnenschutz als ständiger Begleiter

Es gehört aber mehr dazu, um so eine schöne Haut zu bekommen, wie viele Koreanerinnen sie haben. Ganz wichtig: Sonnenschutz. Unabhängig davon, ob man einen hellen Teint als Schönheitsideal sieht oder nicht, UV-Strahlen schaden der Haut und lassen sie vorzeitig altern. Daher empfiehlt sich, täglich – auch im Winter – Cremes mit einem Lichtschutzfaktor zu verwenden. Besonders praktisch ist eine Tagespflege, die den UV-Schutz bereits integriert hat. Wir beraten Sie gern dazu.

Feste Routine: Abschminken, Reinigen, Pflegen

Auch wenn viele Koreanerinnen sich gerne stylen und schminken, achten sie sehr darauf, dass ihre Haut nicht darunter leidet. So warten sie nicht bis zum Abend, um das Tages-Make-up zu entfernen, sondern schminken sich ab, sobald sie nach Hause kommen. Dabei benutzen die Koreanerinnen zunächst ein Reinigungsöl, um das Gesicht sanft zu säubern. Anschließend entfernen sie mit einem Gesichtswasser die letzten Schminkreste. Diese Methode heißt Double Cleansing, also doppelte Reinigung.

Auf das so vorbereitete Gesicht tragen sie dann eine hochwertige Pflege mit viel Feuchtigkeit auf. Eine besonders reichhaltige Pflegecreme am Abend hilft der Haut zudem, sich über Nacht zu regenerieren. Der besondere Vorteil dieser Routine: Je mehr Pflege ihr Gesicht erhält, desto weniger Make-up ist nötig. Das wiederum ist gut für die Haut

gesundleben MAGAZIN Herbst 2018

„Du bist doch nicht wirklich krank. Das ist doch nur eine Erkältung.“ Diese wenig tröstlichen Worte hören Schnupfnasen immer wieder. Doch auch wenn ein Infekt der oberen Atemwege keine schwere Erkrankung darstellt, so sorgt er doch dafür, dass es den Betroffenen schlecht geht. Mit ätherischen Ölen lassen sich die Beschwerden aber wirkungsvoll lindern. Mit Behandlung dauert eine Erkältung eine Woche und ohne sieben Tage. Es mag wohl sein, dass Betroffene nur wenig ausrichten können, was die Dauer ihrer Krankheit betrifft. Ihre Symptome können sie aber sehr wohl positiv beeinflussen – mit einer Aromatherapie speziell für Erkältungskranke.

Alleskönner Thymianöl

Egal ob Bronchitis, Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder ein einfacher Schnupfen: Thymianöl ist die richtige Wahl. Denn es wirkt sowohl antibakteriell als auch antiviral und unterstützt so den Körper dabei, die Krankheitserreger schnell wieder loszuwerden. Geben Sie einfach einige Tropfen in das Badewasser. In der feuchten Luft verteilen sich die ätherischen Öle und gelangen so tief in die Atemwege.

Fichtennadelöl löst Schleim

Ebenfalls ein ganz hervorragender Badezusatz während einer Erkältung sind die ätherischen Öle der Fichtennadel. Gerade bei einer verstopften Nase und festsitzendem Husten schafft ihre schleimlösende Wirkung Erleichterung. Sie sorgen dafür, dass die Nase wieder frei wird und sich Sekret leichter abhusten lässt. Japanisches Heilpflanzenöl Es gibt wohl kaum eine Hausapotheke, in der das japanische Heilpflanzenöl nicht vertreten ist. An seinem typischen Duft, der vor allem auf einen hohen Anteil an Minzöl zurückzuführen ist, erschnuppert man viele Erkältungskranke bereits auf einige Meter Entfernung. Doch die große Beliebtheit hat ihren Grund: Bereits nach ein paar Atemzügen entfaltet die Minze ihre Wirkung und wir können wieder freier durchatmen.

Geben Sie ein bis zwei Tropfen auf ihren Kragen oder einen Schal. Wer den Duft nicht so intensiv mag, kann auch ein wenig auf dem Handgelenk verreiben und immer mal wieder daran reichen. Außerdem können Sie japanisches Heilpflanzenöl zum Inhalieren verwenden. Geben Sie dafür zwei bis drei Tropfen in ein Liter heißes Wasser. Halten Sie die Augen am besten geschlossen, um sie nicht unnötig zu reizen.

Eukalyptus zum Lutschen

Schleimlösend, entzündungshemmend und antiseptisch wirkt Eukalyptus und eignet sich damit sehr gut für die Behandlung von Erkältungsbeschwerden. Ob bei Bronchitis oder Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündung, das ätherische Öl darf nicht fehlen. Mit Eukalyptusöl können Sie bei Bedarf inhalieren oder einige Tropfen auf ein Taschentuch geben und sich dieses immer wieder vor die Nase halten und daran schnuppern. Auf die Qualität achten Die ätherischen Öle entfalten ihre Wirkung nur, wenn es sich dabei um qualitativ hochwertige Produkte handelt, die auch wirklich die Inhaltsstoffe enthalten, die die Verpackung verspricht. In unserer Apotheke finden Sie passende Produkte.

VORSICHT: NICHTS FÜR KLEINE KINDER

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollten ätherische Öle vorsichtshalber nicht zum Einsatz kommen, denn sie können Atemstörungen auslösen. Greifen Sie hier stattdessen lieber auf passende Produkte speziell für die ganz Kleinen zurück. Wir beraten Sie dazu gerne.

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Kaum auf der Welt, schon nehmen wir „das weiße Gold“ zu uns – und zwar bevorzugt in Form von Muttermilch. Später dann spielt vor allen Dingen Kuhmilch eine große Rolle in unserer Ernährung. Zu Recht, denn sie ist sehr gesund. Doch muss es immer die von Kühen sein? Wir machen den „Milch-Check“ – von tierisch bis pflanzlich.

Kuhmilch:

Sie besteht zu etwa 87 Prozent aus Wasser, der Geschmack ist mild, leicht süßlich. Neben Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten ist sie unter anderem reich an Vitaminen A, D, E und K sowie Folsäure, B1, B2, B6 und B12. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Calcium, Eisen und Magnesium. In der Regel vertragen wir Kuhmilch sehr gut. Einige Menschen reagieren jedoch allergisch auf das Milcheiweiß, auch die enthaltene Laktose (Milchzucker) vertragen einige nicht.

Schafsmilch:

Der Geschmack ist vollmundig mit leichtem Mandelaroma. In puncto Vitamine und Mineralstoffe steht sie der Kuhmilch in nichts nach, der Eiweißgehalt ist sogar höher. Wie auch Kuhmilch enthält sie Milchzucker und ist damit keine Alternative für laktoseintolerante Menschen. Einige Allergiker  ertragen sie jedoch besser, da sie weniger Kasein (Milcheiweiß) enthält als jene von der Kuh.

Sojamilch:

Besonders unter Veganern, also jenen Menschen, die keine tierischen Produkte zu sich nehmen, sind Soja-Drinks sehr beliebt. Zwar liefern sie ungefähr so viel Eiweiß wie Kuhmilch, jedoch enthalten Sojabohnen kaum Kalzium und kein Vitamin B12. Viele Hersteller setzen den Drinks daher Vitamine und Mineralstoffe zu, manchmal zudem Zucker und Vanillearoma – auch, um den bohnenähnlichen Eigengeschmack zu überdecken. Pluspunkt – gerade für Allergiker – ist die fehlende Laktose.

Ziegenmilch:

In Deutschland verwenden wir Ziegenmilch eher zur Herstellung von Käse, als dass wir sie trinken. Denn der Geschmack ist recht streng. Wichtig zu wissen ist, dass sie keine Folsäure enthält, ein wichtiges Vitamin für die Entwicklung des Nervensystems. Vor allen Dingen Schwangere und Kinder sollten genügend davon aufnehmen. Ansonsten ist sie jedoch sehr nährstoffreich und viele kurz- und mittelkettige Fettsäuren machen sie gut verträglich. Wie bei der Kuhmilch können auch hier Allergien auftreten.

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Ob klassisch oder neon-bunt, professionell lackierte und modellierte Nägel sind Hingucker. Allerdings stehen UV-Lampen, mit denen die Pracht gehärtet oder getrocknet wird, im Verdacht, das Risiko für den weißen Hautkrebs zu erhöhen. Wissenschaftler schätzen die individuelle Gefahr zwar für sehr unterschiedlich ein – von eher gering bis relativ hoch. Einig ist man sich jedoch bei der Empfehlung für die Praxis: So lange keine abschließenden Ergebnisse vorliegen, sollten Frauen, die auf modellierte Nägel nicht verzichten wollen, auf jeden Fall vorsorglich UV-Schutzmaßnahmen treffen. Dazu gehört die Verwendung von Sun-Blockern oder Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. Auch fingerlose Handschuhe schützen. Da das Risiko unter anderem abhängig ist von Dauer und Stärke der Bestrahlung mit UV-Lampen, sollte die Einwirkzeit möglichst gering gehalten werden. So lässt sich das Risiko für weißen Hautkrebs verringern.

Der Hintergrund

Regelmäßige sportliche Aktivitäten bringen nicht nur den Kreislauf in Schwung. Auch die Haut wird besser durchblutet, besser mit Sauerstoff versorgt und der Stoffwechsel der Hautzellen angeregt. In Folge steigt die Produktion von elastinen und kollagenen Fasern, die unter anderem dazu beitragen, die Haut straff und glatt zu halten. Zudem können die Hautalterung fördernde freie Radikale in der Epidermis verstärkt beseitigt werden. Allerdings kann Sporttreiben die Haut auch belasten. Vor allem starkes Schwitzen, mechanische Irritationen, häufiges Duschen und UV-Strahlung im Freien hinterlassen Spuren, wenn die Haut nicht richtig gepflegt und geschützt wird. Das gilt nicht nur für Profis, sondern auch für Hobbyathleten. An den individuellen Hautzustand angepasste Pflegeeinheiten in Kombination mit Schutzmaßnahmen gegen Insektenstiche und UV-Licht sind daher unverzichtbar. Ein weiteres wichtiges Thema sind Infektionen mit Hautpilz an den Füßen und Nägeln, die sich Sportler häufig in Schwimmbädern oder Umkleidekabinen zuziehen.

Reinigung und Pflege

Schweißrückstände sind wasserlöslich und lassen sich durch Abbrausen mit warmem Wasser entfernen. Lediglich für die geruchsintensiven Zonen an den Füßen, unter den Achseln oder im Genitalbereich sind Reinigungsprodukte notwendig. Hautschonend reinigen synthetische Detergentien, die an den natürlichen pH-Wert der Haut von 5,5 angepasst sind. In der Regel genügen erbsengroße Mengen. Mit rückfettenden Lipiden angereicherte Reinigungsprodukte empfehlen sich für Sportler mit trockener Haut. Nach dem Reinigen aufgetragene Cremes und Lotionen tragen dazu bei, den schützenden Hydrolipidfilm auf der Hautoberfläche zu stabilisieren. Für normale Haut genügen in der warmen Jahreszeit lipidarme Formulierungen. Körperöle oder Emulsionen auf Wasser-in-Öl-Basis eignen sich eher für den Winter oder für sprotlich Aktive mit trockener Haut. Zusätze wie Harnstoff (Urea), Glycerin oder Hyaluronsäure binden Feuchtigkeit in den obersten Hautschichten. Für Sportlerinnen, die nicht auf Make-up verzichten wollen, sind zudem BB- oder CC-Cremes eine gute Empfehlung.

Sonnenschutz

Auswahl und Empfehlung von Sonnenschutzmitteln orientieren sich am Pigmentierungstyp des Sportlers, der zu erwartenden Sonnenintensität und der Dauer der sprotlichen Betätigung. Je heller die Haut ist und je höher Sonnenintensität und Sonnendauer ausfallen, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor gewählt werden. Besonders sonnenbrandgefährdete Hautstellen wie Ohren, Nasenrücken, Lippen aber auch nicht an die Sonne gewöhnte Hautstellen wie die Schultern oder die Waden sollten mit LSF 50+ geschützt werden. Für Wassersportler, aber auch für alle anderen sportlich Aktiven ist es wichtig, das Sonnenschutzprodukte wasserfest und schweißbeständig sind. Die Grundlagen der Produkte sollten an den aktullen Hautzustand und die Jahreszeit angepasst sein. Gerade im Sommer bevorzugen die meisten eher fettarme, weniger abdeckende Formulierungen.

Extras

Die Haut von Schwimmern verliert im Wasser Fett und Feuchtigkeit. Vor dem Sprung ins Becken empfiehlt es sich, lipidreiche Körperlotionen, etwa mit Paraffinen, aufzutragen. Diese bilden einen wasserabweisenden Film auf der Hautoberfläche. Jogger oder Radfahrer ziehen sich oft in den Achseln, an den Brustwarzen beziehungsweise am Po wunde Hautstellen zu, da Schweiß die Haut aufweicht und Reibung die Hautoberfläche schädigt. Atmungsaktive Schutzbalsame beugen dem Wundwerden vor, empfindliche Brustwarzen schützen Pflaster. Da die Fußhaut von Sportlern anfällig für Pilzinfektionen ist, sollten nach dem Duschen die Füße immer gut getrocknet werden, auch zwischen den Zehen. Fußpflegecremes/-schäume mit Urea und Panthenol stabilisieren die Hautbarriere und beugen so Infekten vor.

Gegen Schweiß

Zersetzen Bakterien auf der Hautoberfläche die Schweißdrüsensekrete, entsteht der typische Schweißgeruch. Neben täglicher Hygiene bewahren Deodoranzien und Antitranspiranzien Sportkollegen vor unangenehmen Düften. Deodoranzien überdecken diese mit Absorbern wie Zinkricinoleat und/oder Substanzen wie Triclosan, Farnesol oder Chlorhexidinverbindungen, die das Wachstum geruchsbildender Bakterien unterbinden. Einige Hersteller setzen auch Enzymblocker wie Triethylcitrat ein, die die schweißzersetzenden Bakterienenzyme blockieren. Im Gegensatz dazu hemmen Antitranspiranzien den Schweißfluss. Sie enthalten meist Aluminiumchloridhexahydrat, -sulfat oder -acetat, die zusammenziehend (adstringierend) wirken und mit dem Keratin der Hautzellen einen gelartigen Proteinkomplex bilden. Dieser blockiert die Ausfuhrgänge der Schweißdrüsen. Alternativ gibt es aluminiumfreie Antitranspiranzien, zum Beispiel Weinsäure.