So bewahren Sie einen kühlen Kopf

Des einen Freud des anderen Leid – Sonne satt und Temperaturen bis zu 30 Grad. Wir haben Wohlfühltipps für die heißen Tage. Kreislaufprobleme, Hitzschlag oder gar Sonnenstich müssen nicht sein, wenn Sie ein paar Regeln beachten.

Sorgen Sie für Flüssigkeits- Nachschub:

Falls keine anderen Erkrankungen dagegen sprechen, sollten Sie viel trinken, bei großer Hitze bis zu 4 Liter am Tag. Viele Menschen unterschätzen den Flüssigkeitsverlust beim Schwitzen. Schweiß verdunstet auf der Haut – bei sehr trockener Luft geht das ganz schnell, so dass Sie oft kaum merken, dass Sie schwitzen. Ideale Durstlöscher sind Mineralwässer, aber auch Leitungswasser, das in Deutschland Trinkqualität hat. Viele Vitamine, aber wenig Kalorien liefern Saftschorlen, gemischt im Verhältnis 1 Teil Saft, 2 bis 3 Teile Wasser.

Tanken Sie Mineralstoffe nach:

Beim Schwitzen verlieren Sie nicht nur Flüssigkeit. Schweiß besteht zu 1 bis 1,3 Prozent aus gelösten Mineralstoffen und Spurenelementen. Wenn Sie viel schwitzen, ist ein Mineralstoffpräparat aus der Apotheke sinnvoll. Besonders wichtig: Magnesium.

Finger weg von Alkohol:

Auch wenn das kühle Bier im Freien lockt, alkoholische Getränke sind aus drei Gründen ungünstig:

Je wärmer es ist, desto schneller steigen Bier und Wein zu Kopf.
Auf Alkohol stellt der Körper die Blutgefäße zusätzlich weit. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps steigt.
Alkohol entzieht dem Körper Wasser, denn er fördert die Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren.
Salat essen, statt schwer am Braten schleppen: Je höher die Temperatur ist, desto länger verweilt das Essen in Magen und Darm. Der Dehnungsreiz im Verdauungstrakt spielt eine Rolle für das Sättigungsgefühl. Der Hunger kommt normalerweise erst wieder, wenn sich der Magen-Darm-Trakt leert und der Dehnungsreiz dadurch nachlässt. Fette, schwer verdauliche Speisen liegen lange im Magen und belasten den Kreislauf, weil der Magen-Darm-Trakt zum Verdauen viel Blut braucht. Besser verträglich sind leichte Speisen: viel Salat, Obst und Gemüse.

Übernehmen Sie sich nicht:

Jede körperliche Anstrengung erhöht den Energieumsatz und damit die Wärmemenge, die der Körper an die Umgebung abgeben muss. Bei großer Hitze können Sie sich beim Sport leicht übernehmen. Dann besteht die Gefahr, dass der Kreislauf zusammenbricht – die Temperaturregulation im Körper kann die Hitze nicht mehr ausgleichen, der Organismus kocht wie ein überhitzter Motor. Sport und schwere körperliche Arbeiten sollten Sie deshalb nach Möglichkeit in die kühlen Morgenstunden oder in den Abend verlegen.

Das ideale Sommer-Outfit:

Tragen Sie am besten leichte, luftdurchlässige und weite Kleidung. Unter luftiger Kleidung aus Naturfasern kann der Schweiß besser verdunsten. Es entsteht dann kein Hitzestau. Ausnahme: Für Sportler gibt es atmungsaktive Textilien, die den Schweiß von der Haut nach außen abgeben – im Gegensatz zu Baumwoll-T-Shirts, die den Schweiß aufsaugen und dadurch nass und schwer werden. Solche Sport-Trikots können auch eng sitzen. Prinzipiell günstig sind helle Farben. Sie reflektieren die Sonnenstrahlen besser als dunkelblaue oder schwarze Kleidung. Vorsicht vor langer intensiver Sonnenbestrahlung! Tragen Sie immer eine Kopfbedeckung.

Machen Sie tagsüber die Schotten dicht:

Lüften Sie morgens nach dem Aufstehen und abends gründlich durch und schließen Sie tagsüber Fenster, Rollläden oder Jalousien. Wenn Sie nachts wegen der Wärme nicht schlafen können, hilft oft nur eins: für die wenigen heißen Tage im kühlsten Raum der Wohnung schlafen. Ein Ventilator senkt zwar im Gegensatz zur Klimaanlage nicht die Lufttemperatur, sorgt aber für Wind, der die Haut abkühlt. Auf diese Weise kann der Körper über die Blutgefäße an der Haut besser Wärme abgeben.

Rasche Hilfe für den Kreislauf:

Lassen Sie kaltes Wasser über die Handgelenke laufen oder nehmen Sie ein kaltes Unterarm- oder Fußbad. Diese Körperstellen sind gut durchblutet, je heißer es ist, desto mehr Blut fließt in Hände und Füße. Der plötzliche Kältereiz sorgt dafür, dass sich die Gefäße verengen und wieder mehr Blut in das Körperinnere zurückströmt. Für den Kreislauf bedeutet das zumindest kurzzeitig Erholung.