Vom STRESS bis zum FLÜSSIGKEITSMANGEL – Schmerzattacken können durch unterschiedlichste Faktoren ausgelöst werden. Wir stellen Ihnen die häufigsten Auslöser vor und zeigen, wie dem unangenehmen SCHMERZ schon mit einfachen TRICKS entgegensteuert werden kann

STRESS Dauerhafter Stress kann das körpereigene Schmerzabwehrsystem aus dem Takt bringen: Im Gehirn werden dann vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet, die Blutgefäße weiten sich und es kommt zu Entzündungsreaktionen. Auch verkrampfen sich bei Anspannung die Muskeln in Nacken und Rücken – das wirkt sich auch im Kopf aus. Dann hilft entspannen – z. B. mit Meditation oder autogenem Training.

SCHLAFMANGEL Ist die Tiefschlafphase zu kurz, steigt die Schmerzempfindlichkeit. Schon nach zwei aufeinanderfolgenden Nächten mit weniger als vier Stunden Schlaf steigt das Risiko,  Spannungskopfschmerzen zu bekommen. Das hilft: leichte Kost am Abend, regelmäßige Schlafzeiten und ein gut gelüftetes Schlafzimmer mit einer Zimmertemperatur zwischen 14 und 18 Grad Celsius.

UNREGELMÄSSIGE ESSENSZEITEN Im Laufe des Tages fällt der Blutzuckerspiegel ab, wenn der Körper nicht regelmäßig Nahrungsnachschub bekommt. Kopfschmerzen können die Folge sein. Wer regelmäßig darunter leidet, sollte deshalb über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

AUSREICHEND TRINKEN Zu wenig Wasser im Kreislauf lässt das Blut dickflüssig werden. Dadurch fließt das Blut langsamer und die Sauerstoffversorgung im Gehirn leidet. Ein Glas Wasser kann deshalb Kopfschmerzen bereits lindern. Zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich können dem Pochen und Stechen im Kopf vorbeugen.

GENUSS- UND ARZNEIMITTELMISSBRAUCH Der übermäßige Genuss von Alkohol oder Nikotin sowie die unkontrollierte Einnahme von Schmerzmitteln können Kopfschmerzattacken auslösen. Der Konsum der Genussmittel sollte daher möglichst beschränkt werden, bei Schmerzmitteln auf die Dosiersempfehlung achten und im Zweifelsfall einen Arzt zu Rate ziehen.

WETTERWECHSEL Temperatur-, Druck- und Feuchtigkeitsschwankungen können Kopfschmerzen auslösen. Blutgefäße, Nerven und Muskeln, die sehr nah an der Oberfläche des Kopfes liegen, ziehen sich schon bei geringen Temperaturabfällen zusammen und können so Kopfschmerzen auslösen. Wetterfühlige Menschen sollten sich deshalb regelmäßig an der frischen Luft bewegen.

FEHLHALTUNGEN UND EINSEITIGE BELASTUNGEN Eine ungünstige Körperhaltung kann   Fehlbelastungen verursachen. Die Wirbelsäule und die dazugehörigen Muskeln werden dauerhaft einseitig belastet und können zu Muskelverspannungen führen, die wiederum Kopfschmerzen hervorrufen. Der Arbeitsplatz sollte daher ergonomisch richtig gestaltet und genau auf den Benutzer zugeschnitten werden. Während der Arbeit öfter die Sitzposition wechseln und kurze Pausen einlegen.

gesundleben MAGAZIN 05/2019

Wenn die Haut juckt, schuppt und sich rötlich verfärbt, kann Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, der Grund dafür sein. Erfahren Sie mehr über diese nicht ansteckende, entzündliche Erkrankung.

Knapp zwei Millionen Menschen sind in Deutschland von Psoriasis betroffen. Die erblich bedingte Hauter-krankung kann durch Infektionen, Verletzungen oder Hormonschwankungen ausgelöst werden, aber auch psychische Auslöser wie Stress haben. Häufig sind Ellenbogen und Knie befallen, aber auch Kopfhaut, Arme und Beine, Gesicht, Genitalien und Gesäß können betroffen sein. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen tritt ergänzend eine Psoriasis-Arthritis mit Gelenkbeschwerden auf. Zusätzlich besteht ein erhöhtes Risiko, weitere Erkrankungen zu entwickeln, z.B. Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas und Diabetes.

Die Symptome der gewöhnlichen Schuppenflechte – Psoriasis vulgaris – resultieren aus einem gutartigen, aber rasanten, unkontrollierten Wachstum der Oberhaut. Dabei gelangen die Zellen der obersten Hautschicht siebenmal schneller an die Hautoberfläche als bei gesunden Menschen. Normalerweise erneuert sich die Oberhaut innerhalb von 28 Tagen, bei Psoriatikern geschieht dies innerhalb von drei bis vier Tagen. Die Krankheit verläuft typischerweise in Schüben, Schweregrad und Ausdehnung sind dabei individuell und sehr unterschiedlich. Heilbar ist die Schuppenflechte bislang nicht, aber es gibt wirksame Therapien, die die Beschwerden lindern können. Hierfür stehen eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, die von pflegenden Salben bis zu starken, das Immunsystem hemmenden Medikamenten reichen. Bei mittelschwerer oder schwerer Psoriasis reicht dies aber nicht immer aus, um Schübe erfolgreich zu behandeln.

Als gut wirksam hat sich u.a. die Lichttherapie erwiesen. Diese kann allein oder in Kombination mit Medikamenten oder Tabletten eingesetzt werden. Dabei werden die betroffenen Hautstellen mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Das UVLicht kann die Entzündungsreaktionen in der Haut hemmen und die Zellteilung verlangsamen.

Zur Behandlung von Psoriasis vulgaris kommt meist eine sogenannte Schmalband- UVB-Lichttherapie zum Einsatz. Hierbei trifft nur UVB-Licht einer sehr begrenzten Wellenlänge auf die Haut, so soll das Risiko für Nebenwirkungen gesenkt werden. Bei der Bade-Licht-Therapie (Balneophototherapie) wird 20 Minuten in warmem Wasser mit bestimmten Zusätzen gebadet. Gleichzeitig oder unmittelbar danach wird die Haut mit UV-Licht bestrahlt.

Bei der Photosoletherapie wird Kochsalz oder Salz aus dem Toten Meer zum Badewasser gegeben. Eine weitere Variante ist die Psorale-UVA-Therapie, kurz PUVA, bei der die Haut mit UVA-Licht bestrahlt wird. Vor der Bestrahlung werden dem Patienten sogenannte Psoralene verabreicht, pflanzliche Wirkstoffe, die die Haut empfindlicher für das UV-Licht machen.

Eine PUVA mit Tablettenverabreichung ist nach dem aktuellen Forschungsstand wirksamer als eine Schmalband-UVB- Therapie. Sie führt aber öfter zu Nebenwirkungen und birgt möglicherweise ein höheres Hautkrebsrisiko. Ein relativ neuer und bisher von gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlter Ansatz ist der Einsatz von Lasern. Bei der Therapie werden Excimerlaser eingesetzt, die eine besonders konzentrierte UVB-Strahlung ausschließlich auf erkrankte Hautareale lenken. Das relativ neue Verfahren ist laut Studien wirkungsvoll und wird für die Behandlung einzelner Plaques (betroffener Hautareale) empfohlen.5

Eine UV-Lichttherapie kann verschiedene Nebenwirkungen haben. Die Bestrahlung kann die Haut austrocknen und Juckreiz auslösen. Bei Menschen, die zu Lippenherpes neigen, kann ein Ausbruch begünstigt werden. Auch das Risiko für Hautkrebs kann durch die häufige Bestrahlung mit UV-Licht steigen. Daher erhalten Psoriasispatienten einen UV-Pass, in den alle Bestrahlungen eingetragen werden.

5 https://www.schuppenflechte-info.de/behandlung/lichttherapie-schuppenflechte

gesundleben MAGAZIN 06/2019

Nur 10 bis 15 Zentimeter ist sie lang und 50 bis 100 Gramm leicht – die Bauchspeicheldrüse. Ihr Aufgabenfeld hingegen ist groß: Sie produziert Stoffwechselhormone, die den Blutzucker regulieren und stellt Verdauungssäfte für den Darm her.

Die Bauchspeicheldrüse, die sogenannte Pankreas, besteht aus Pankreaskopf, -körper und -schwanz. Täglich gibt sie etwa 1,5 Liter Sekret an den Zwölffingerdarm ab. Die darin enthaltenen Enzyme zerlegen die Nahrungsbe-standteile des Speisebreis in ihre jeweils kleinsten Bauteile: Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße. Diese gelangen über die Darmschleimhaut ins Blut.

BAUCHSPEICHELDRÜSENENTZÜNDUNG Ursache meist Gallensteine oder Alkoholmissbrauch

Schmerzt die Bauchspeicheldrüse, so steckt häufig eine Gallenerkrankung, in der Fachsprache Pankreatitis genannt, dahinter. Jedes Jahr sind allein etwa 20 bis 30 Prozent aller Deutschen davon betroffen. Ursache sind zumeist Gallen-steine. Gallengang und Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse münden an der gleichen Stelle in den Zwölf-fingerdarm. Blockieren Gallensteine den Gallengang, kann der Verdauungssaft aus der Bauchspeicheldrüse nicht mehr abfließen. Staut sich dieser zurück, können die Enzyme das Pankreasgewebe angreifen und so eine Entzündung verursachen.

Starke Schmerzen im Oberbauch sind zumeist die Folge, hinzu können Erbrechen, Übelkeit und Fieber kommen. Bei einer akuten Pankreatitis kann eine Behandlung im Krankenhaus nötig sein. Mittels Ultraschall und häufig auch Computertomographie wird der Bauch untersucht. Sind Gallensteine der Auslöser, muss in den meisten Fällen operiert werden. Bei etwa 30 bis 40 Prozent der akuten Fälle kann auch Alkoholmissbrauch der Auslöser für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sein. Allerdings führt übermäßiger Alkoholkonsum nicht zwangsläufig zu einer Pankreatitis. Die Wissenschaft hat bisher noch nicht herausfinden können, warum Alkohol bei manchen eine Leberzirrhose und bei anderen eine solche Entzündung verursachen kann. Wer seiner Bauchspeicheldrüse etwas Gutes tun möchte, sollte daher auf größere Mengen Alkohol verzichten. Auch fette und schwer verdauliche Nahrungsmittel sollten gemieden werden.

CHRONISCHE PANKREATITIS Medikamente können Verdauungsenzyme ersetzen

Im Gegensatz zur akuten Pankreatitis, die schnell diagnostiziert und behandelt werden kann, sind die Beschwerden bei der chronischen Ausprägung häufig weniger eindeutig. Zwar können Schmerzen dauerhaft auftreten, sind in der Regel aber mal stärker, mal schwächer. Auch lässt sich die chronische Entzündung meist nicht vollständig heilen. Gegen die Schmerzen werden gewöhnlich Schmerzmittel eingesetzt. Arbeitet die Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig, können Medikamente die Verdauungsenzyme ersetzen. Es ist sogar möglich, ohne Pankreas zu leben, z. B. wenn sie aufgrund einer Krebserkrankung entfernt werden müsste.

BAUCHSPEICHELDRÜSENKREBS Krebserkrankung mit der niedrigsten Überlebensrate

Laut Robert Koch Institut ist Bauchspeicheldrüsenkrebs die vierthäufigste Krebstodesursache und die Krebserkrankung mit der niedrigsten Überlebensrate. Das kann u.a. auch daran liegen, dass es keine Früherkennungs- und Vorsorge-untersuchungen gibt, wie z. B. beim Darmkrebs. Ein erhöhtes Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, haben vor allem Menschen, die übermäßig viel Alkohol konsumieren. Ein noch höheres haben Raucher: Der Bundesverband deutscher Internisten warnt, dass Raucher dreimal so oft an diesem Krebs erkranken wie Nichtraucher.

DIABETES MELLITUS Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse

Eine weitere wichtige Aufgabe der Bauch-speicheldrüse ist die Produktion von Hormonen, insbesondere Insulin und Glukagon. Diese Hormone werden in Zellhaufen gebildet, die wie Inseln ins Bauchspeicheldrüsengewebe eingestreut sind – insgesamt über eine Million. Sie heißen nach ihrem Entdecker auch Langerhans-Inseln. Die Hormone werden von dort aus ins Blut abgegeben. Bei Diabetes mellitus Typ-1 richten sich Antikörper des Immunsystems gegen die Insulin produzierenden Zellen der Langerhans-Inseln und zerstören diese. Die Folge: Die Bauchspeicheldrüse kann kein Insulin mehr herstellen. Betroffene müssen es daher von außen zuführen. Die übrige Funktion der Bauch-speicheldrüse wird dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen. Diabetes mellitus Typ-2 ist eine chronische Stoff-wechselkrankheit, bei welcher der Zuckerspiegel im Blut erhöht ist. Der Grund dafür ist eine Insulinresistenz, bei der die Körperzellen schlecht auf Insulin ansprechen. Die Bauchspeicheldrüse erhöht infolgedessen die Produktion, kann auf Dauer jedoch überfordert sein und die Produktion einstellen.

gesundleben MAGAZIN 06/2019

Vitalstoffe und Eiweiße sind der Treibstoff, mit dem unser Immunsystem am Laufen gehalten wird. Sind diese in nicht ausreichender Menge vorhanden, sind wir anfälliger für Infekte. Ein guter Grund, bei der Ernährung verstärkt zu Obst und Gemüse zu greifen.

ÄPFEL Das beliebteste Obst der Deutschen steckt voller Nährstoffe, darunter wichtige Mineralien, Spurenelemente, Vitamin C und Provitamin A. Aber auch spezielle Pflanzenstoffe wie Quercetin oder Flavonoide sind darin enthalten, welche die Darmgesundheit positiv beeinflussen können. Auch der unverdauliche Ballaststoff Pektin ist im Apfel enthalten: Er besitzt die Fähigkeit, im Körper  Schadstoffe zu binden und so die Funktion der Leber zu unterstützen.

ZITRUSFRÜCHTE Orangen, Zitronen, Grapefruits und Mandarinen gelten als Vitalstoffe für das Immunsystem. Ihr hoher Vitamin-C-Gehalt stärkt die Abwehrkräfte. Vitamin C kann im Körper sogenannte freie Radikale abfangen und so für einen besseren Zellschutz sorgen. Bereits eine Grapefruit oder zwei Orangen reichen aus, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken.

BANANEN Sie verfügen über besonders viel Vitamin B6, welches maßgeblich an der  Hämoglobinsynthese im Blut beteiligt ist. Auch enthalten sie Proteaseinhibitoren. Diese können die Verbreitung bestimmter Bakterien im Magen hemmen, die als häufige Ursache von  agengeschwüren gelten.

KAROTTEN Sie eignen sich hervorragend für die Versorgung mit Vitamin A, das für viele Körperfunktionen wichtig ist, darunter auch maßgeblich das Sehen. Durch die positive Wirkung auf die Funktionstüchtigkeit von Schleimhäuten stärkt Vitamin A zusätzlich auch unsere Abwehrkräfte.

ZWIEBELN Aufgrund des hohen Polyphenolgehaltes haben Zwiebeln eine antioxidative Wirkung. Damit wird unser Immunsystem bei der Bekämpfung von freienRadikalen unterstützt. Polyphenole wirken zudem entzündungshemmend und können auch zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

KNOBLAUCH Die Wunderknolle ist ein vielseitiges Gesundheitstalent, sie enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, unter anderem die Vitamine A, B und C sowie Kalium und Selen. Auch eine Reihe wichtiger sekundärer Pflanzenstoffe steckt im Knoblauch sowie der antibakterielle Wirkstoff Allizin, der gegen Viren und Krankheitserreger wirksam sein kann.

Unser Tipp: Obst und Gemüse sollten möglichst roh gegessen werden, denn Folsäure und Vitamin C sind sehr hitzeempfindlich. Kochen schadet den Vitalstoffen und reduziert den Vitamingehalt der Nahrungsmittel deutlich.

gesundleben MAGAZIN 05/2019

Die Müllabfuhr in unserem Körper. Jeden Tag nehmen wir Gift mit der Nahrung auf, und auch unser Stoffwechsel produziert ständig Abfallstoffe. Vieles davon landet im Blut. Damit wir uns nicht langsam vergiften, haben wir ein extrem leistungsfähiges Klärwerk in unserem Körper, genau genommen sogar mehrere: Leber, Nieren und Gallenblase.

LEBER Unser zentrales Stoffwechselorgan ist eine gigantische Chemiefabrik, Recycling- und Müllentsorgungsstation zugleich. Ob Medikamente, Konservierungsstoffe oder Umweltgifte – alles, was mit der Nahrung durch die Darmwand ins Blut gelangt, wird von der Leber sortiert und analysiert. 200 bis 300 Milliarden Leberzellen entsorgen das, was an Abfall in unserem Körper anfällt.

Aber auch beim Eiweißstoffwechsel spielen die Leberzellen eine wichtige Rolle: Sie wandeln Aminosäuren aus der Nahrung so um, dass aus ihnen Energie gewonnen wird oder Kohlenhydrate und Fette hergestellt werden können. Dabei entsteht giftiges Ammoniak. Dies bauen die Zellen zum wesentlich ungiftigeren Harnstoff um und geben ihn an das Blut ab. Der Harnstoff gelangt zur Niere und wird mit dem Urin ausgeschieden.

NIEREN Die Klärwerke unseres Körpers produzieren den Urin und scheiden mit ihm Abfallstoffe wie den Harnstoff aus, der in der Leber produziert wurde. Verantwortlich dafür sind die sogenannten Nierenkörperchen, die sich in der Nierenrinde befinden. Als extrem effiziente Arbeiter filtern sie etwa alle fünf Minuten einmal das gesamte Blut in unserem Körper. Dabei entsteht Primärharn, der in einem komplexen Gefäßsystem durch das Nierenmark fließt. Zeitgleich filtern die Nieren alles wieder heraus, was vom Körper doch noch verwertet werden kann, vor allem Wasser. Die Röhren dieses Gefäßsystems münden in das Nierenbecken. Hier sammeln sich Giftstoffe, Abfallprodukte und gerade so viel Flüssigkeit, wie der Körper entbehren kann. Das Ergebnis: ein Konzentrat namens Urin.

GALLENBLASE Sie bildet eine Art Sammelbecken für die Abfallstoffe, die von den Leberzellen produziert werden. Jeden Tag entstehen in den Leberzellen etwa 800 bis 1000 Milliliter Galle – eine gelbe, bräunliche oder olivgrüne Flüssigkeit, die der Fettverdauung im Darm dient. Galle besteht hauptsächlich aus Wasser; daneben enthält sie Gallensalze, Cholesterin, bestimmte Fette wie Lecithin und Farbstoffe. Der wichtige Gallenfarbstoff Bilirubin gibt dem Urin seine typisch gelbe Farbe. Die Aufgabe der Gallenblase ist es, die Gallenflüssigkeit einzudicken, zu speichern und bei Bedarf – z. B. bei der Verdauung fetthaltiger Nahrung – über die Gallenwege in den Darm zu entleeren. Diese liegen außerhalb der Leber und münden in den Dünndarm.

CHECK-UP 35 PLUS Vorsorgeuntersuchung ab 35 Um schnell und unkompliziert einen Überblick über den Gesundheitszustand zu erhalten, empfiehlt sich eine umfassende Vorsorgeuntersuchung, auch Check-up 35 plus genannt. Dieser hilft, häufig auftretende Erkrankungen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes beziehungsweise deren Risikofaktoren, frühzeitig zu erkennen.

Der Check-up 35 plus kann alle drei Jahre in Anspruch genommen werden, die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse.

gesundleben MAGAZIN 05/2019